Bei der Auktion von Gooding & Company auf Amelia Island, gab es am vergangenen Freitag eine kleine Sensation: Ein Porsche GT1 Straßenversion hat für ein Gebot in Millionenhöhe den Besitzer gewechselt – obwohl das Auto bereits durch fünf Hände ging.

Mit so einem Gebot hätten wohl selbst die Experten des Auktionators Gooding & Company nicht gerechnet: Für 5,665 Millionen US-Dollar ist auf Amelia Island ein Porsche versteigert worden. Doch es handelte sich dabei nicht um irgendeinen Porsche. Der angebotene Porsche GT1 Straßenversion ist einer von nur 20 jemals entstandenen Exemplaren. Das Auto aus dem Jahr 1998 war damals für den Hersteller notwendig, um damit an Motorsport-Events teilnehmen zu können – Stichwort: Homologation.

Porsche GT1 Straßenversion rennt bis Tempo 310

Doch das ist nicht die einzige Besonderheit des Boliden, der als Rennversion 1998 die 24 Stunden von Le Mans gewann. Mit einem 3,2 Liter großen und 544 PS starken Sechszylinder-Boxermotor direkt hinter den Insassen soll der an Straßenverhältnisse angepasste Rennwagen in nur 3,7 Sekunden auf Tempo 100 stürmen können. Trotz des ausladenden Flügelwerks geht es weiter bis maximal 310 km/h – berücksichtigt man das Baujahr des Fahrzeugs, sind das mehr als extreme Fahrwerte.

Das Auto hatte zum Auktionszeitpunkt zwar nur 7.900 Kilometer auf dem Zähler, die Papiere wiesen allerdings ganze fünf Vorbesitzer auf. Der erste fuhr in Deutschland 4.400 Kilometer auf den Tacho, bevor er den Porsche 2003 in die USA verkaufte. Nach zwei weiteren Eigentümern ging es wieder nach Deutschland, um anschließend wieder an einen US-Amerikaner verkauft zu werden – das war 2012. Jetzt hat dieser ihn in Amelia Island auf die Auktionsbühne gestellt.

Ein rares Stück Motorsportgeschichte

Mit der Chassisnumer 005 dürfte es sich um das zweite Exemplar der Kleinserie handeln. Porsche entwickelte den GT1 unter anderem auch, um dem damals sehr erfolgreichen McLaren F1 GTR in die Quere zu fahren. Die Straßenversion unterscheidet sich vom Rennwagen nur durch kleinere Änderungen, wie etwa den angepassten Außenspiegeln, das Motormanagement und ein etwas weniger rau abgestimmtes Fahrwerk.

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