Auch Staatsoberhäupter brauchen von Zeit zu Zeit ein neues Auto. Bei Russlands Präsident Wladimir Putin ist das aktuell der Fall. Er lässt seine neue Staatskarosse von einem russischen Konsortium bauen – mit technischer Hilfe von Porsche.

Unter dem Projektnamen "Kortesch" wollen die drei russischen Autobauer Kamaz, GAZ und ZIL eine neue Staatskarosse für Präsident Wladimir Putin entwickeln. Das berichtet unter anderem "Die Welt". Eine wichtige Rolle bei dem Vorhaben übernimmt aber eine deutsche Firma: Die Porsche Engineering Group (PEG), ein Tochterunternehmen der Porsche AG, soll "Kortesch" laut dem Zeitungsbericht leiten und koordinieren. Das habe der russische Handels- und Industrieminister Denis Manturow auf einer Pressekonferenz angekündigt. Es sei sogar schon zu ersten Arbeitstreffen der beteiligten Firmen im Automobilwerk von Uljanowsk, etwa 900 Kilometer östlich von Moskau, gekommen.

Aktuell fährt Putin Mercedes

Von Porsche gab es gegenüber der "Welt" keinen Kommentar zu der Beteiligung am Projekt "Kortesch". Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung in der Ukraine ist die Mitwirkung des deutschen Unternehmens am Bau der neuen Staatskarossen durchaus brisant. Allerdings setzt Wladimir Putin bereits jetzt auf Technik aus Deutschland. Als 2008 der neue Mercedes-Benz S 600 Guard ausgeliefert wurde, war der damalige Ministerpräsident Russlands einer der ersten Kunden. Bei offiziellen Anlässen ist Putin aber meist in einem russischen SiL zu sehen.

Der Produktionsstart für das neue repräsentative Fahrzeug des Präsidenten ist für das Jahr 2016 geplant. Allerdings sollen nur etwa fünf Prozent der vom neuen Konsortium gebauten Autos Spezialfahrzeuge für Politiker und Beamte werden. Vielmehr würden auch Familienautos, SUVs und Kompaktwagen hergestellt. 250 Millionen Euro will sich der russische Staat das Projekt kosten lassen.

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