Rennwagen und Rennboote: Dass hier zusammenkommt was zusammengehört, weiß man bei Mercedes-AMG und Cigarette Racing schon seit zehn Jahren. Zum Jubiläum präsentieren beide Unternehmen ein neues Rennboot-Sondermodell mit Anleihen des AMG GT R und 3.100 PS im Heck.

Auf den ersten Blick haben Sportwagen und Sportboote nichts miteinander gemeinsam. Doch die Faszination der Geschwindigkeit und des technisch Machbaren verbindet. Aus diesem Grund arbeiten der US-Rennboothersteller Cigarette Racing und Mercedes-AMG bereits seit 2007 zusammen: Die Ergebnisse sind spektakulär und schön zugleich. Zum zehnjährigen Jubiläum der Kooperation sowie dem 50-jährigen Bestehen von Mercedes-AMG legen die beiden Unternehmen nun ein ganz besonderes Unikat auf.

2017 50’ Marauder AMG: ein Rennboot der Extraklasse

Das 15 Meter lange Rennboot, das auf den Namen "2017 50' Marauder AMG" hört, ist eine Spezialversion des von Cigarette Racing angebotenen Rumpfs und in zahlreichen Details vom 577 PS starken Mercedes-AMG GT R inspiriert. Besonders beeindruckend ist der beinahe verschwenderisch anmutende Einsatz von Carbon für den Rumpf, die Konsolen und die Motorabdeckung des Bootes. Gegenüber einem konventionellen Modell derselben Bauart sollen so knapp 600 Kilogramm an Gewicht eingespart worden sein.

Somit wiegt das von Mercedes-Chefdesigner Gordon Wagener mitentwickelte Rennboot verhältnismäßig schlanke sechs Tonnen. Optisch soll die Nähe zum AMG GT R unter anderem durch den beim Sportwagen verwendeten Spezialfarbton "Green Hell Magno" sichergestellt werde. Dieser kommt auch beim Rennboot zum Einsatz. Auf dem Deck findet sich ein spezielles Logo, das für die beiden Firmenjubiläen steht. Bis zu fünf Passagiere finden auf zweifarbigen AMG-Sportsitzen Platz – so geräumig ist das automobile Vorbild nicht.

Volle Leistung nur mit Rennkraftstoff

Auch beim Antrieb unterscheiden sich die beiden Sportgeräte erheblich: Wo im GT R ein 4,0 Liter großer Achtzylinder sein Werk verrichtet, sind es im Rennboot gleich zwei V8-Motoren mit jeweils 9,0 Litern Hubraum. Die Leistung der beiden Mercury-Racing-Motoren kann in zwei Stufen abgerufen werden. Per Race-Modus steht die maximale Power von 3.100 PS an. Wer es ruhiger angehen lassen will, entscheidet sich für den Pleasure-Modus, in dem immer noch 2.700 PS an den M8-Heckantrieb weitergegeben werden. Die volle Power gibt es allerdings nur mit speziellem Rennsprit, ansonsten fährt das Rennboot auch mit 91 Oktan.

Wie schnell das Cigarette Racing 2017 50' Marauder AMG-Rennbot mit dieser brachialen Leistung werden kann, ist nicht bekannt. Vorige Modelle, die aus der Zusammenarbeit von Cigarette Racing und AMG entstanden sind, konnten allerdings bis zu 200 km/h erreichen. Der Preis des Unikats bleibt vorerst ebenfalls geheim und soll nur auf Anfrage verraten werden.

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