Dass Insassen von Cabrios bei Unfällen einer größeren Verletzungsgefahr ausgesetzt sind, dürfte nicht überraschend sein. Schließlich fehlt das schützende feste Dach. Der ADAC hat jetzt in einem Überschlagstest konkrete Risiken ausgewertet.

Vier Cabrios der unteren Mittelklasse hat der ADAC genau unter die Lupe genommen. Beim Überschlagstest sollte der Insassenschutz von Opel Cascada, VW Golf, Renault Mégane CC und Peugeot 308 CC überprüft werden. Die Ergebnisse waren unterschiedlich, insgesamt aber auch ernüchternd. Denn: Bei allen vier Modellen kommt es im Fall eines Überschlags zum Kopfkontakt der Insassen mit dem Boden. Deshalb rät der ADAC, Fahrer- und Beifahrersitz möglichst tief einzustellen.

Opel Cascada schneidet am besten ab

Den besten Eindruck im Überschlagstest der Cabrios hinterließ der Opel Cascada. Auch der Renault Mégane CC erhielt ein "Gut". Bei beiden Modellen war die Kopfbelastung für die vorderen Passagiere aber nur "befriedigend". Dafür gibt es für die Sicherheit auf den Rücksitzen "sehr gute" Werte.

Der Peugeot 308 CC erreichte ein "befriedigendes" Ergebnis. Waren die hinteren Passagiere noch "gut" bis "befriedigend" geschützt, so war die Kopfbelastung auf den Vordersitzen nur "mangelhaft". Das VW Golf Cabriolet erhält in der Gesamtwertung nur ein "Ausreichend". Auf den Vordersitzen gab es sowohl für die Kopfbelastung als auch den Überlebensraum ein "Mangelhaft".

Dennoch kommt Thomas Unger von der ADAC-Unfallforschung zu folgendem Fazit: "Alle Modelle, die wir getestet haben, sind sichere Fahrzeuge. Sie haben automatische Überschlagschutzsysteme und Gurtstraffer zumindest auf den vorderen Plätzen."

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