Die Gerüchte, dass Opel ein Billigauto plant, gibt es schon länger. Doch am Wochenende äußerte sich auch Vorstandschef Dr. Karl-Thomas Neumann zum Thema. Medienberichten zufolge sieht er großes Potenzial für den Rüsselsheimer Autobauer im Billigsegment. So könne man verlorene Marktanteile zurückgewinnen.

"Ein Auto unter dem Adam kann ich mir sehr gut vorstellen", sagte Opel-Chef Neumann bereits Anfang Juni. Jetzt scheinen diese Pläne tatsächlich konkreter zu werden. Wie verschiedene Medien unter Berufung auf die "Financial Times" berichten, will der Rüsselsheimer Autobauer ein neues Einstiegsmodell auf den Markt bringen und damit verlorene Marktanteile zurückgewinnen. Vor allem vom Rückzug der GM-Marke Chevrolet aus Europa konnten Konkurrenten wie Dacia profitieren.

"Dacia ist eine große Sache"

Ein Billigauto könnte also Teil der neuen Strategie sein, mit der Opel seinen Marktanteil in Europa bis 2022 auf acht Prozent steigern will. Dafür wird den Berichten zufolge aktuell kräftig in das Internationale Technische Entwicklungszentrum in Rüsselsheim investiert, wo effizientere Motoren entwickelt werden sollen.

"Dacia ist eine große Sache", wird Dr. Karl-Thomas Neumann aus dem Gespräch mit der "Financial Times" zitiert. GM sei zwar nicht Dacia, aber: "Dieses Billig- und Einstiegs-Segment ist sehr interessant. Wir schauen uns das definitiv an."

Opel-Modell für weniger als 7.000 Euro?

Das derzeit kleinste Modell der Marke ist der Opel Adam, das günstigste Modell der Agila (ab 10.785 Euro). Sollte ein neues Einstiegsmodell wirklich Dacia als Konkurrenten ins Visier nehmen, könnte das Billigauto etwa im Preisbereich um 7.000 Euro angesiedelt werden. Der aktuell günstigste Dacia, der Kleinwagen Sandero, startet preislich bei 6.890 Euro.

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