Unnötige Radarkontrollen, überflüssige Tempolimits und sinnlose Umweltzonen - eine Verkehrsumfrage hat ergeben, dass sich die deutschen Autofahrer von der Politik im Stich gelassen fühlen.

Der Automobilverein Mobil in Deutschland e.V. hat in einer Online-Umfrage deutsche Autofahrer um ihre Meinung zu Themen wie Radarkontrollen, Tempolimits, Umweltzonen, E-Mobilität, Carsharing und Co. gebeten. Beteiligt an der Umfrage haben sich 4.103 Personen. Das Ergebnis wirft kein gutes Licht auf die Politik: 92 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich die Volksvertreter nicht genügend für die deutschen Autofahrer einsetzen würden.

Umfrage: Radarkontrollen gelten als Abzocke

Den Autofahrern gehen vor allem die Radarkontrollen gegen den Strich. 97 Prozent beklagen in der Verkehrsumfrage, dass nicht der Sicherheitsaspekt im Vordergrund stehe. Vielmehr seien die Kontrollen Abzocke, damit der Staat die leeren Kassen füllen könne. 70 Prozent erachten die Radarkontrollen allerdings als sinnvoll, sofern diese tatsächlich der Sicherheit dienen würden.

Streitpunkt ist auch die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen: 96 Prozent der Teilnehmer lehnen ein Tempolimit auf den Schnellstraßen ab. Zudem beschweren sich 70 Prozent über den derzeitigen Zustand der Autobahnen.

Maut stößt auf Ablehnung

Ähnlich verhält es sich mit einer Citymaut und den Umweltzonen: 93 Prozent sind gegen eine spezielle Stadtgebühr und 85 Prozent kritisieren Umweltzonen, da diese nicht ihren Zweck erfüllen würden. Dass die Deutschen nicht nur auf die eigenen Vorteile bedacht sind, zeigt die Beantwortung der Frage, ob sie eine Autobahnmaut für Ausländer gutheißen würden. 80 Prozent sind gegen eine Einführung.

Interessant sind auch die Ergebnisse der Verkehrsumfrage zu den Themen E-Mobilität und Carsharing. Lediglich sieben Prozent der Befragten möchten in den nächsten fünf Jahren ein umweltfreundliches E-Mobil kaufen. Ebenfalls nur sieben Prozent planen, in den nächsten zwölf Monaten ein Carsharing-Angebot zu nutzen.

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