Die Ursache für die zwei Fahrzeugbrände beim Porsche 911 GT3 ist bekannt. Ein loses Pleuel ließ Öl austreten, das sich entflammte. Die Maßnahme, die der Sportwagenbauer nun ergreift, ist drastisch: Alle 785 Exemplare des Modelljahres 2014 werden zurück in die Werkstätten gerufen und bekommen einen komplett neuen Motor.

"Wir gehen keine Risiken ein, wenn es um die Sicherheit unserer Kunden geht", zitiert das "Handelsblatt" Porsche-Chef Matthias Müller. Aus diesem Grund riet der Sportwagenbauer allen Porsche 911 GT3-Besitzern, ihr Fahrzeug vorerst nicht zu nutzen, solange die Ursache für die Brände nicht geklärt sei. Und um keine Kunden zu verärgern oder gar zu gefährden, ruft der Hersteller nun, da die Ursache bekannt ist, alle 785 Einheiten des aktuellen Modelljahres zurück in die Werkstätten. Dort wird nicht nur das womöglich defekte Bauteil, sondern der gesamte Motor ausgetauscht. Damit sich die Besitzer auf dem Weg dorthin keiner Gefahr aussetzen, können sie ihren Sportwagen von einem Porsche-Zentrum in der Nähe abholen lassen.

Gelöste Pleuel-Verschraubung für Brände verantwortlich

Nach den zwei Fahrzeugbränden in der Schweiz und Italien Anfang des Jahres stoppte Porsche zunächst die Auslieferung und forschte eifrig nach der Ursache. Die ist nun gefunden: eine gelöste Pleuel-Verschraubung. Das lose Pleuel beschädigte infolge das Kurbelgehäuse und es trat Öl aus, das sich entzündete. In beiden Fällen erlitten die mindestens 137.000 Euro teuren Sportwagen einen Totalschaden.

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