Kaum erschienen, schon defekt? Porsche ruft aktuell 2.500 Macan zurück in die Werkstätten. Der Grund: Bei einigen Modellen könnte der Bremskraftverstärker bei der Montage beschädigt worden sein. Damit startet der Sportwagenhersteller bereits die zweite größere Rückrufaktion in diesem Jahr.

Anfang April begann Porsche mit der Auslieferung des neuen Macan, doch schon jetzt scheint es erste Probleme zu geben. Bei einer internen Prüfung stellte man fest, dass einige Bremskraftverstärker bei der Montage beschädigt wurden, teilte der Hersteller am Mittwoch mit. Eine Gefahr bestehe laut Porsche-Sprecher allerdings nicht: "Die Bremsfunktion entspricht trotzdem den gesetzlichen Anforderungen", wird er von "Spiegel Online" zitiert. Da die Bremskraft allerdings nicht den gehobenen Qualitätsansprüchen des Autobauers genüge, rufe man nun alle betroffenen Porsche-Fahrer dazu auf, ihr Kompakt-SUV zur Überprüfung in die Werkstatt zu bringen.

Nachbesserung nur bei wenigen Exemplaren nötig

Von der aktuellen Rückrufaktion sind nicht alle bereits ausgelieferten Macan betroffen. Denn allein im April konnten laut Herstellerangaben etwa 2.000 Exemplare an ihre neuen Besitzer übergeben werden. Für den Mai gab die VW-Tochter noch keine Verkaufszahlen bekannt. Tatsächlich nachgebessert werden müsse allerdings nur an einigen wenigen Fahrzeugen - der Porsche-Sprecher rechnet mit weniger als 25 Exemplaren, deren Bremskraftverstärker tatsächlich beschädigt ist.

Anfang des Jahres sorgten zwei Brände des Porsche 911 GT3 für Aufsehen, die den Sportwagenhersteller dazu veranlassten, alle Modelle des aktuellen Baujahres zurückzurufen und deren Motor auszutauschen. Das aktuelle Kalenderjahr steuert damit weiterhin auf einen neuen Rekord zu, was die Zahl der Rückrufe angeht. General Motors musste aufgrund gravierender Qualitätsmängel bereits mehrere Millionen Fahrzeuge zur Überprüfung in die Werkstätten bitten.

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Probleme mit dem Bremskraftverstärker: Porsche ruft 2.500 Macan zurück