Es war zu erwarten, dass man auch den neuen Porsche 911 GT3 auf der weltweit bekanntesten Rennstrecke testen würde. Das Ergebnis ist aber dann doch verblüffend: Über zwölf Sekunden ist der neue Extrem-Elfer schneller auf der Nordschleife unterwegs als das Vorgängermodell. Dabei setzt der GT3 noch immer auf den Saugmotor.

Die Zeit auf der Nürburgring-Nordschleife ist auch im Jahr 2017 immer noch ein wichtiges Kriterium für die Performance eines Sportwagens. Da ist es nicht verwunderlich, dass Porsche den neuen 911 GT3 kurz nach seiner Vorstellung über die knapp 21 Kilometer lange Rennstrecke jagt – bei diesem Fahrzeugtyp gehört das einfach zum guten Ton. Das Ergebnis, das der Hersteller aus Zuffenhausen jetzt veröffentlicht hat, kann sich mehr als sehen lassen. Über zwölf Sekunden knöpft das neue Modell dem Vorgänger in der "grünen Hölle" ab.

Porsche 911 GT3 rast mit 7:12,7 Minuten zum Rekord

Mit der Zeit von 7:12,7 Minuten ist der neue Extrem-Elfer der schnellste seiner Art, der jemals den Asphalt der Nordschleife unter die Räder bekommen hat. Es sind auch nicht nur die 12,3 Sekunden, die er dem alten Modell abnimmt. Mit dieser Zeit fährt er in Dimensionen vor, die sonst nur deutlich muskulöseren Straßensportlern vorbehalten sind. Einen Turbolader oder Allradantrieb sucht man im GT3 nämlich weiter vergeblich. Leistung ist dennoch reichlich vorhanden: Der 4,0 Liter große Sechszylinder-Boxermotor mobilisiert 500 PS und 460 Newtonmeter Drehmoment. Von null auf Tempo 100 geht es in 3,4 Sekunden – vorausgesetzt man entscheidet sich für das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, welches auch bei der Rekordfahrt zum Einsatz kam.

Für optimalen Bodenkontakt sorgte ein Satz Michelin Sport Cup 2 N1 Reifen, acht Grad Luft- und 14 Grad Asphalttemperatur sollten eine gute Basis für den wilden Ritt sein. Porsche-Testfahrer Lars Kern absolvierte diese neue Bestzeit für das Modell. "Mit dieser Zeit haben wir eines eindrucksvoll bewiesen: Der neue 911 GT3 vermittelt nicht nur maximalen Fahrspaß, sondern ermöglicht auch eine beeindruckende Performance auf der Nordschleife. Im Mittelpunkt stand die Optimierung der Fahrbarkeit und die Anpassung an die moderat gesteigerte Motorleistung", drückt es der Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge bei Porsche, Frank-Steffen Walliser, aus.

911 GT3 kostet ab 152.416 Euro

Wer sich ebenfalls hinter das Lenkrad des neuesten Boliden aus Zuffenhausen klemmen will, benötigt mindestens 152.416 Euro. Da bei Porsche nach dem GT3 bislang immer noch ein GT3 RS folgte, bleibt abzuwarten, wie sich die neue Extremversion des bereits flotten 911 auf dem Rundkurs schlagen wird.

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