Nach den beiden Elektro-Konzeptfahrzeugen I.D. und I.D. Buzz folgt der dritte Streich aus Wolfsburg: Der VW I.D. Crozz gibt einen vielversprechenden Ausblick auf die künftige Modellpalette im Bereich E-Mobilität. Interessant: Das schicke Elektro-SUV soll trotz kompakter Maße im Innenraum mehr Platz bieten als der neue VW Tiguan Allspace.

VW fährt mit seiner ausgedehnten Plattformstrategie seit Jahren auf der Überholspur – viele Modelle, ein Chassis. Warum sollte der Autobauer also dieses Konzept nicht auch bei den kommenden Elektroautos anwenden? Die neue MEB-Plattform ("Modularer Elektrifizierungs-Baukasten") scheint jedenfalls bestens dafür geeignet zu sein, wie der neue VW I.D. Crozz auf der Shanghai Autoshow beweist. Nach dem VW I.D., einer Art Elektro-Golf der Zukunft, und dem VW I.D. Buzz, einem elektrifizierten Bulli im Retro-Look, ist der I.D. Crozz das dritte Fahrzeug, das auf diesem Prinzip aufbaut.

VW I.D. Crozz in schickem Coupé-Design

Und hier zeigt sich die Wandelbarkeit des Baukastens. Denn im Gegensatz zu den beiden Vorgängern ist der I.D. Crozz geradezu stämmig und sportlich. Das schicke Design mit dem dynamischen Coupé-Heck entspricht dem Zeitgeist eines sportlichen SUVs (VW spricht auch vom CUV, dem Crossover Utility Vehicle) und soll dennoch genauso viel Platz im Innenraum bieten, wie etwa der neue VW Tiguan Allspace – trotz der acht Zentimeter kürzeren Außenlänge. Möglich macht es die im Boden versenkte Batterie, große Türen (hinten gibt es sogar Schiebetüren) und eine hohe Variabilität bei der Sitzkonfiguration.

Der Antrieb setzt sich aus zwei Elektromotoren, die jeweils eine Achse antreiben, zusammen. Gemeinsam leistet die Kombination 306 PS. Tempo 100 soll damit in rund sechs Sekunden erreicht werden. Maximal traut VW dem I.D. Crozz 180 km/h zu, danach wird abgeregelt. Etwa 500 Kilometer soll der 83 Kilowattstunden große Akku damit halten. Eine halbe Stunde muss das Auto an den Lader, um 80 Prozent der Reichweite wieder abrufen zu können – Voraussetzung ist hier allerdings ein Ladestrom von 150 Kilowatt.

Futuristisches Cockpit mit Autonom-Funktion

Das Innenleben des I.D. Crozz ist ähnlich futuristisch gestaltet wie bei den vorangegangenen Konzeptfahrzeugen: Die Farben Blau und Weiß dominieren, ein großes Tablet neben dem Lenkrad dient als Infotainment-Display. Das Steuer selbst soll sich im Selbstfahrmodus in das Armaturenbrett zurückziehen. Ob zum angepeilten Marktstart im Jahr 2020 die Software zum autonomen Fahren wirklich bereits ausgereift ist, steht aber noch in den Sternen. Serienreif mutet zumindest das Filtersystem an, das sämtliche Schadstoffe aus der Luft ziehen soll. Für Smog geplagte Großstädter sicherlich eine der sinnvollsten Ausstattungen. Über die Preisgestaltung der VW-Elektroflotte gibt es bislang keine Informationen.

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