Wegen Qualitätsproblemen zieht das US-Verbrauchermagazin "Consumer Reports" die einstige Top-Bewertung des Tesla Model S zurück. Kann die schlechte Bewertung den Elektropionier ins Wanken bringen?

Noch im August 2015 war das Tesla Model S im US-amerikanischen Magazin für Verbraucherschutz "Consumer Reports" als das "beste jemals getestete Auto" bewertet worden. Beschleunigung, Sicherheit, Handling und Effizienz wurden mit Bestnoten ausgezeichnet. Doch jetzt ziehen die Verbraucherschützer ihre Bewertung zurück. Bei einer Umfrage unter 1.400 Tesla-Fahrern scheint besonders ein Problem ans Tageslicht zu kommen: Die Zuverlässigkeit der Elektrolimousine ist im Alltag "schlechter als der Durchschnitt". Das Magazin streicht das Model S von der Liste der Fahrzeuge, die zum Kauf empfohlen werden.

Einige Mängel, aber guter Kundenservice

Die genannten Mängel sollen vor allem die Ladetechnik, den Antriebsstrang und das Zentraldisplay betreffen. Ebenfalls genannt werden undichte Panoramadächer und kleinere Verarbeitungsmängel, die zu störenden Geräuschen während der Fahrt führten. Der letzte Punkt dürfte laut eines Kunden jedoch auch darauf zurückzuführen sein, dass der leise Elektroantrieb Geräusche hörbar macht, die man bei einem konventionellen Antrieb höchstwahrscheinlich nicht wahrnehmen würde.

Trotz der Qualitätsprobleme würden 97 Prozent der Tesla-Kunden das Auto wieder kaufen. Der Grund dürfte der hervorragende Kundenservice sein: In den USA gewährt der Hersteller eine Garantie über vier Jahre oder 80.000 Kilometer. Innerhalb dieser Zeit werden Teile prinzipiell kostenlos getauscht und Fehler anstandslos behoben.

Nach der Veröffentlichung des Berichts stürzte die Tesla-Aktie dennoch zeitweise um über 10 Prozent ab.

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