Bei Tesla erhöht man offenbar die Schlagzahl, denn die neue Mittelklasse-Limousine Tesla Model 3 soll noch im Februar in die Produktion gehen. Bislang hatten verschiedene Experten starke Zweifel am Zeitplan von Tesla-Unternehmenschef Elon Musk geäußert. Dieser darf sich aber aktuell auch noch über einen neuen Speed-Rekord des Model S freuen.

Es klingt wie der lang ersehnte Wandel in der Automobilbranche: Nach vielen, herstellerunabhängigen Flops bei Elektroautos der Mittelklasse, will Tesla mit dem neuen Model 3 das schaffen, woran bisher alle gescheitert sind: Ein preislich attraktives Elektroauto bauen, das reißenden Absatz findet. Warum die Euphorie bei dem Projekt so groß ist, verrät ein Blick auf die Vorbestellungen. Denn rund 370.000 Kunden haben mit einer Anzahlung bereits angekündigt, Elon Musk eine seiner neuen E-Limousine abzukaufen, sobald sie denn fertig ist. Und genau hier vermuten Analysten den Knackpunkt: Der enge Zeitplan zum Bau des Autos könne nicht eingehalten werden. Doch das kalifornische Unternehmen will weiter sein, als Experten glauben.

Serienproduktion des Tesla Model 3 bereits im Juli?

Dem US-amerikanischen Automagazin "Carscoops" zufolge, will Tesla nämlich schon übernächste Woche, am 20. Februar 2017, mit der Produktion des heiß ersehnten Model 3 beginnen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es sich dabei um einige Vorserienfahrzeuge handeln wird, die im Vorfeld zur angekündigten Massenproduktion ab Juli 2017 die Werkshallen verlassen werden. Die vielen Tausend registrierten Kunden dürfte dieses ambitionierte Herangehen aber beruhigen – immerhin warten sie schon seit geraumer Zeit auf ihr neues Auto.

Wie die E-Limousine im Serienzustand letztlich aussieht, ist trotz der Vorstellung im vergangenen Jahr noch nicht bekannt. Einige Details könnten sich noch ändern – innen wie außen. Ein Cockpitfoto vom Dezember zeigt einen nochmals minimalistischeren Innenraum. Elon Musk twitterte dazu: "Im echten Cockpit fühlt man sich wie in einem Raumschiff". Die Frage, ob das bisher kleinste Fahrzeug des Herstellers mit dem neuen, 100 Kilowattstunden großen Akku des Model S ausgerüstet werden kann, verneinte der CEO auf dem Social-Media-Kanal zumindest schon einmal: Der Radstand des Model 3 sei dafür einfach zu kurz, schrieb er auf Twitter. Den berühmten "Ludicrous"-Modus wird es jedoch auch im kleinen Tesla geben.

Tesla Model S beschleunigt in 2,3 Sekunden auf 100 km/h

Das wird Fans der Marke freuen, gilt die starke Beschleunigung der Tesla-Modelle inzwischen als zusätzliches Kaufargument. Erst kürzlich berichtete das US-Magazin "Motor Trend", dass mit einem von Elon Musk angekündigten, vorerst geheimen Software-Upgrade ("Easter Egg") eine Beschleunigung möglich sei, die das Model S zum neuen Sprint-Rekordhalter machen dürfte: 2,27 Sekunden wurden für die Beschleunigung von null auf 60 Meilen (rund 96 km/h) gemessen – noch einmal eine Zehntelsekunde schneller als im Serienzustand. Der Modus soll durch fünfsekündiges Drücken des "Ludicrous"-Buttons auf dem Touchscreen aktiviert werden können.

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