Eine solche Vorlesung wünschen sich die Studenten der TU Wien sicher öfter: Honorarprofessor Ferdinand Piëch stellte den VW XL Sport vor, ein aufregendes Projekt des Volkswagen-Konzerns. Dahinter verbirgt sich die Arbeit an einem Leichtbausportler auf Basis des 1-Liter-Autos XL1, der dank eines Ducati-Motors 190 PS leistet.

Der VW XL1 ist mit einem Verbrauch von 0,9 Litern Diesel auf 100 Kilometern besonders sparsam, der VW XL Sport soll darüber hinaus besonders sportlich sein. Dafür setzt VW bei seinem ambitionierten Projekt zum einen auf extremen Leichtbau wie beim 1-Liter-Auto. Zum anderen bedient sich der Wolfsburger Autobauer bei der Motorisierung aus dem Konzernregal. Unter der Haube soll ein Motor der Marke Ducati arbeiten, die VW erst 2012 aufgekauft hatte.

190 PS treiben 795 Kilogramm voran

Wer in der Vorlesung von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch aufgepasst hat, weiß, dass der VW XL Sport insgesamt nur 795 Kilogramm auf die Waage bringen soll. Im Zusammenspiel mit dem Motor aus der Ducati Panigale, einem 1,2-Liter-V2-Triebwerk mit 190 PS Leistung und 123 Nm Drehmoment, entsteht ein potenter wie sparsamer Sportwagen

Optisch ist das Projekt ebenfalls als Variante des VW XL1 zu erkennen. Zur Differenzierung wird das Design jedoch etwas ausladender und dynamischer ausfallen, wie erste Computergrafiken des VW XL Sport verraten.

Frage der Serienfertigung noch völlig offen

Dass der sparsame Sportwagen zu Testzwecken auf die Straße darf, ist auf jeden Fall realistisch. Völlig unklar ist hingegen, ob VW eine Kleinserie wie vom 1-Liter-Auto XL1 fertigen wird. Bei der Entscheidung dürften wohl die Fahr- und Verbrauchswerte des Prototypen sowie der mögliche Preis einer Serienversion ausschlaggebend sein.

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