"Update" aus dem Hause Volkswagen: Mit dem VW Cross Up erweitert der Wolfsburger Hersteller seine "New Small Family" um eine gut ausgestattete Variante seines Kleinwagens im Offroad-Look. Und die soll vor allem eins: Die Verkaufszahlen und den Profit weiter steigern. Ob ein Ausflug ins Gelände mit dem Möchtegern-SUV wirklich möglich ist, klärt der Test.

Fast alles, was die Wolfsburger anfassen, wird zu Gold - so auch der VW Up, der kleinste Goldesel im Modellprogramm. Seit der Markteinführung im Dezember 2011 verkaufte sich der Kleinstwagen mehr als 250.000 Mal. Dabei setzt Volkswagen schon seit Beginn auf unterschiedliche Varianten, die nicht nur die Zielgruppen erweitern sollen, sondern sich auch teurer verkaufen lassen. So sind neben den drei Standard-Versionen "Take Up", "Move Up" und "High Up" die besonders ausgestatteten Varianten "Black Up" und "White Up" erhältlich. Als "Eco Up "fährt der Kleinstwagen mit Methangas und als "E-Up" mit Strom vor.

Kleiner City-Abenteurer mit SUV-Lifstyle-Faktor

Und nun also auch als Cross Up. Nach Cross Golf, Cross Polo und Cross Touran folgt das nächste Modell im so begehrten SUV-Look mit besonderer Ausstattung und natürlich einem besonderen Preis: Mindestens 13.950 Euro werden für das Mikro-SUV fällig. Dafür bekommt der Käufer dann einen Kleinstwagen im Offroad-Zwirn, wie es ihn in ähnlicher Weise nur bei Fiat gibt. Zu den SUV-Insignien zählen unter anderem eine Kunststoff-Beplankung wie ein angedeuteter Unterfahrschutz und Seitenschutzleisten, eine silberfarben eloxierte Dachreling, robuste Radlaufschalen und spezielle 16-Zoll-Alufelgen. Darüber hinaus ist der VW Cross Up um 1,5 Zentimeter höher gelegt.

Geländetauglichkeit? Nix da!

Wie sich das auf die Fahreigenschaften oder die Geländegängigkeit des Mikro-SUV auswirkt? Gar nicht, um genau zu sein. Die 15 Millimeter mehr Bodenfreiheit sind praktisch nicht zu merken. Und da der getestete VW Cross Up nicht einmal gegen Aufpreis mit Allradantrieb erhältlich ist, sind Ausflüge abseits befestigter Straßen auch wirklich nicht zu empfehlen. In diesem Punkt ist die italienische Konkurrenz mit dem Fiat Panda 4x4 auch weiter einen Schritt voraus.

Erfolgsrezept: So tun als ob

Die Idee von Volkswagen: Den VW Cross Up an eine überwiegend weibliche Klientel verkaufen, die Gefallen am robusten Offroad-Look finden, Kleinstwagen sowieso niedlich finden und ihr Fahrzeug hauptsächlich in der Stadt bewegen. Für das Plus an Lifestyle-Qualitäten sind sie dann meist auch bereit, den vom Hersteller verlangten Aufpreis zu zahlen. Beim VW Cross Up beträgt dieser im Vergleich zum Basismodell, dem "Move Up", immerhin 730 Euro.

1,0-Liter-Dreizylinder mit müdem Antritt

Schwächen offenbart auch der kleine Saugmotor des VW Cross Up: Das 75 PS starke Aggregat ist recht müde im Antritt und will mit Drehzahlen bei Laune gehalten werden. Das geht natürlich zulasten des Spritverbrauchs, der vom Hersteller mit 4,7 Litern angegeben wird. Hauptrevier des VW Cross Up ist also trotz des abenteuerlichen Namens und der Kriegsbemalung die Großstadt. Hier kann er seine Stärken wie seine Wendigkeit und die kompakten Abmessungen am besten ausspielen. Für jegliches Abenteuer in der City ist das kleine Möchtegern-SUV also gerüstet, doch darüber hinaus fühlt er sich weniger wohl.

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