Volkswagen wurde erstmals von einer Autofahrerin aus Deutschland verklagt. Die von VW ausgewiesenen, niedrigen Abgaswerte seien für die Frau kaufentscheidend gewesen. Es geht um 30.000 Euro Schadensersatz.

Wie "Spiegel Online" berichtet, fordert eine Frau aus Köln Schadensersatz von VW. Damit klagt erstmals eine deutsche Kundin in Verbindung mit dem Abgasskandal des Volkswagenkonzerns. Die Frau, die sich vor fünf Jahren einen VW Sharan BlueMotion zulegte, ist nun nach Angaben ihrer Anwälte sehr enttäuscht. Für das Fahrzeug habe sie sich nämlich nur aufgrund der niedrigen Abgaswerte entschieden.

Anwalt legt 28-seitige Klageschrift auf

Laut dem Bericht des Onlinemagazins hat die Anwaltskanzlei der Frau eine 28 Seiten starke Klageschrift beim Landgericht Braunschweig eingereicht. Nach Meinung der Anwälte reiche eine Nachbesserung an dem Van seitens VW nicht aus: Die Weiternutzung eines solch schmutzigen Fahrzeugs sei für ihre Mandantin nicht zumutbar. Die Forderung deshalb: Rücktritt vom Kaufvertrag und Rückabwicklung. Es geht dabei um eine Geldsumme von etwa 30.000 Euro.

Ob die Klage erfolgreich ist, bleibt abzuwarten. Nach Meinungen von Rechtsexperten haben Kläger in Deutschland allgemein wenig Aussicht auf solche Forderungen. Der Grund dafür ist das deutsche Haftungsrecht – es ist hierzulande auf die Interessen von Unternehmen zugeschnitten und sieht nicht wie in den USA groß angelegte Sammelklagen von Verbrauchern vor.

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