Volkswagen wird im Zuge des Abgasskandals in Europa 8,5 Millionen Autos zurückrufen. Das gab der Konzern in einer Pressemitteilung bekannt. Zuvor hatten das Kraftfahrtbundesamt und Verkehrsminister Alexander Dobrindt einen Zwangsrückruf für 2,4 Millionen Diesel-VW in Deutschland angeordnet.

Volkswagen begrüße die schnelle Entscheidung des Kraftfahrtbundesamts (KBA), den in der vergangenen Woche vorgelegten Zeit- und Maßnahmenplan durch einen Rückruf umzusetzen, heißt es in der Mitteilung. Damit herrsche für die Kunden jetzt Klarheit bezüglich der weiteren uneingeschränkten Nutzung der Fahrzeuge. Das KBA hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass betroffene VW vorerst weiter ihre Betriebserlaubnis behalten und damit am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

Der Volkswagen Konzern werde in den 28 EU-Märkten in Europa insgesamt rund 8,5 Millionen Fahrzeuge zurückrufen, davon laut KBA in Deutschland rund 2,4 Millionen. Außerhalb der 28 Staaten werde individuell in jedem Land im Detail geklärt, welche Abgasklassen des EA 189 tatsächlich betroffen sind.

Konzern wird auf Kunden zugehen

Der Konzern werde laut Mitteilung aktiv auf seine Kunden zugehen und diese informieren. Auf der deutschen Website www.volkswagen.de/info kann jeder Volkswagen-Kunde zusätzlich seit dem 2. Oktober 2015 seine Fahrgestellnummer eingeben und sich sofort informieren, ob sein Fahrzeug betroffen ist. Für die Marken Audi, SEAT und ŠKODA und in den übrigen EU-Staaten sind vergleichbare Kunden-Websites aktiv.

Ab Januar 2016 werde mit der Nachbesserung der betroffenen Fahrzeuge begonnen – und zwar kostenlos für VW-Kunden, wie der Konzern mitteilte. Die Maßnahmen umfassten sowohl Software als auch Hardware und würden momentan für jede betroffene Baureihe und jedes betroffene Modelljahr entwickelt. Alle Maßnahmen sollen dann zunächst den zuständigen Behörden vorgestellt und von diesen auf ihre Tauglichkeit geprüft werden.

Danach würden die Halter der betroffenen Fahrzeuge von Volkswagen informiert. (mgb)

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