Die Polizei in Deutschland gehört zu den VW-Großabnehmern. Tausende Polizeiautos müssen im Zuge des Diesel-Abgasskandals in die Werkstätten. Ein Risiko für die Sicherheit bestehe aber nicht.

Nicht nur VW-Halter haben unter dem aktuellen VW-Abgasskandal zu leiden, auch unser Freund und Helfer. Tausende Streifenwagen sind ebenfalls von der Volkswagen-Rückrufwelle betroffen, das ergab laut "n-tv" eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unter Innenministerien und Behörden. Die Streifenwagen müssen somit wie jedes andere betroffene Modell im kommenden Jahr ebenfalls zum Software-Update oder Motorumbau in die Werkstätten.

Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen am stärksten betroffen

Im Bundesland Niedersachsen, der Heimat des Volkswagen-Konzerns, sind laut der Umfrage gut ein Viertel aller Polizeiautos betroffen. Von rund 4.300 Einsatzfahrzeugen müssen über 1.000 Modelle von VW, Audi, Skoda und Seat zur Nachbesserung aus dem Verkehr gezogen werden. 65 Prozent der Dienstfahrzeuge der Polizei Niedersachsen kommen von VW.

Noch mehr Fahrzeuge werden nur bei den Kollegen in Nordrhein-Westfalen in die Werkstätten gerufen. Hier sind rund 2.300 VW-Streifenwagen im Abgasdilemma. Ironie des Schicksals: Nordrhein-Westfalen steigt derzeit ohnehin von VW auf BMW-Dienstwagen um. Auch wenn wie in Schleswig-Holstein (535), teilweise nahezu die Hälfte aller Einsatzfahrzeuge betroffen sind, bestehe laut der Behörden durch die Rückrufe in keinem Bundesland ein größeres Risiko für die Sicherheit.

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