Der Abgasskandal beschert VW im dritten Quartal ein Minus von 3,5 Milliarden Euro. Damit schreibt der Konzern erstmals seit drei Jahren wieder Verluste.

Der Skandal um manipulierte Diesel-Abgaswerte macht sich bei Volkswagen zum ersten Mal in Zahlen bemerkbar. Im dritten Quartal schreibt VW ein Minus von 3,5 Milliarden Euro vor Zinsen und Steuern - nach Steuern bleibt ein Verlust von 1,7 Milliarden Euro. Den Grund für die enorm hohen Verluste sehen der neue Vorstandsvorsitzende Matthias Müller und Finanzchef Frank Witter im aktuellen Abgasskandal.

6,7 Milliarden Euro Rücklagen für Abgasskandal

Nach eigenen Angaben hält der VW-Konzern derzeit 6,7 Milliarden Euro für die Auswirkungen des Abgasskandals zurück. Analysten halten diese Rücklagen aber für äußerst optimistisch. Für die Ausbesserung der rund elf Millionen betroffenen VW-Modelle, anfallende Rechtskosten und mehr gehen die Schätzungen der Experten bis in den hohen zweistelligen Milliardenbereich, berichtet unter anderem der "Spiegel Online".

VW um Schadensbegrenzung bemüht

Den VW-Verantwortlichen ist der Ernst der Lage bewusst, Vorstandsvorsitzender Müller betonte aber noch einmal: "Wir werden alles daran setzen, verloren gegangenes Vertrauen wieder zugewinnen". Dass der VW-Konzern die Folgen des Abgasskandals überstehen wird, daran hegt auch Finanzchef Müller keine Zweifel: "Der Volkswagen Konzern verfügt über eine sehr solide und robuste Liquiditätsausstattung. Dies wird uns helfen, die angespannte Situation durch die finanziellen Belastungen der Dieselthematik zu managen".

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