In Schweden ist in den nächsten Wochen ein Stück automobile Zukunft unterwegs. Volvo testet rund um Göteborg 100 Fahrzeuge, die per Computer gesteuert werden. Nicht auf Teststrecken, sondern auf regulären Straßen.

"Drive Me" nennt Volvo das Projekt, mit dem der schwedische Hersteller das autonome Fahren voranbringen will. Auf einer Gesamtstrecke von etwa 50 Kilometern in und um Göteborg, der zweitgrößten Stadt Schwedens, findet zurzeit ein großer Praxistest des Systems statt. Auf typischen Pendlerstrecken sind "echte Kunden" mit Autos unterwegs, die von Volvos AutoPilot gesteuert werden. Es sitzt zwar noch jemand auf dem Fahrersitz, doch dessen eigentlichen Job übernimmt im Wagen übernimmt die Computertechnik.

Autos halten und wechseln selbstständig die Spur

"Die Testfahrzeuge sind jetzt in der Lage, selbstständig die Spur zu halten, ihre Geschwindigkeit anzupassen und in den Verkehr einzufädeln", erläutert Erik Coelingh, Technical Specialist bei der Volvo Car Group. Kameras, Sensoren und aktuelles Kartenmaterial sind die Basis der AutoPilot-Technik.

"Drive Me" ist ein Gemeinschaftsprojekt von Volvo, dem schwedischen Zentralamt für Verkehrswesen, dem Wissenschaftspark Lindholmen und der Stadt Göteborg. Auch die schwedische Regierung unterstützt das Projekt. Hintergrund ist laut Erik Coelingh, dass die meisten Verkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. Beim autonom fahrenden Auto fällt diese Komponente weg. Dadurch soll der Straßenverkehr sicherer werden.

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