Das Autowaschen im Winter wird von vielen Experten ausdrücklich empfohlen. Denn Streusalz und nasser Schneematsch können den Lack angreifen und Rostbildung begünstigen. Trotzdem sollten Sie bei der Wäsche in der kalten Jahreszeit einige Besonderheiten berücksichtigen. Hier finden Sie nützliche Tipps.

Darum ist das Autowaschen auch im Winter erforderlich

Im Winter werden Autos besonders beansprucht. Schmutz, Schneematsch, Streusalz, kalte Temperaturen und Nässe sorgen dafür, dass das Fahrzeug nicht nur besonders schnell verdreckt, sondern dass die Verschmutzungen auch besonders hartnäckig anhaften. Damit Schmutz und Salz den Lack nicht angreifen oder sich in Fugen festsetzen und Rost entstehen lassen, empfiehlt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) das regelmäßige Autowaschen im Winter. "Vielfahrer sollten ihr Auto mindestens einmal pro Woche von außen reinigen, Gelegenheitsfahrer einmal im Monat", rät Ulrich Köster vom ZDK.

Besonderheiten beim Autowaschen im Winter

Bevor Sie mit Ihrem Auto in die Waschanlage oder Waschstraße fahren, sollten Sie Laub, groben Schmutz, Schnee und Eis entfernen. Für das Entfernen von Laub, Dreck und Schnee kann ein Handfeger ausreichen, bei hartnäckigem Schmutz oder Eis hilft der Hochdruckreiniger. Achten Sie jedoch darauf, den vorgeschriebenen Mindestabstand mit dem Reiniger einzuhalten, ansonsten riskieren Sie Schäden an Lack oder Reifen.

Vor der Fahrt in die Waschanlage

Zur Vorreinigung gehört auch ein Blick in den Motorraum. Dort kann sich im Herbst Laub sammeln, das mit der Zeit vermodert. Das riecht nicht nur unangenehm, sondern verstopft auch Abflüsse und greift Dichtungen an. Entfernen Sie angesammeltes Laub daher vor jeder Wäsche. Bevor Sie dann in die Waschanlage fahren, sollten Sie gerade im Winter genau darauf achten, dass Türen, Fenster und Schiebedach komplett verschlossen sind. Neigen Ihre Türschlösser im Winter dazu, einzufrieren? Dann sollten Sie sie vor dem Autowaschen im Winter mit einem Klebestreifen abkleben. So verhindern Sie, dass Wasser eindringt.

Programm mit Unterbodenwäsche und Trocknung wählen

Eine regelmäßige Unterbodenwäsche ist im Winter besonders wichtig, da sich Salz in den Blechfalzen absetzen und in Verbindung mit Feuchtigkeit zur Rostbildung führen kann. Aber auch die Auspuffanlage und die Fahrzeugfederung werden von dem Streumittel angegriffen und freuen sich daher über eine Wäsche im Winter. Nicht zu vergessen: Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, gut zu sehen und gesehen zu werden. Die Scheinwerfer müssen daher regelmäßig von Schmutz befreit werden, was in der Waschanlage die Maschine übernimmt.

Wichtig in der kalten Jahreszeit ist es jedoch, dass Sie sich für ein Programm mit Trocknung entscheiden. Denn das warme Wasser, das beim Reinigen in Ritzen und Fugen fließt, könnte nach dem Autowaschen im Winter schnell einfrieren und Fahrzeugteile beschädigen. Vor Schäden durch Frost sollten Sie außerdem Ihre Scheibenwischergummis und sämtliche Gummidichtungen schützen. Dafür eignen sich spezielle Puder, Hirschtalg oder Glycerin. Der Lack wird idealerweise durch eine Behandlung mit Hartwachs vor dem Winter geschützt.

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