Viele Oldtimer verbringen den Winter im Trockenen, ihre Besitzer fürchten Schäden durch Frost, Feuchtigkeit und Streusalz. Doch auch nach dem Winterschlaf im optimalen Ruhequartier gilt es, das Fahrzeug vor der ersten Fahrt frühlingsfit zu machen. Lesen Sie hier, was alles dazugehört.

Grundsätzlich gehört zur Frühlingskur für den Oldtimer alles, was andere Saisonfahrzeuge auch benötigen, zum Beispiel eine gründliche Reinigung und ein wichtiger Rundum-Check. Allerdings gibt es bei historischen Fahrzeugen altersbedingt ein paar Besonderheiten zu beachten. Denn die Technik von Oldtimern kann durch längere Standzeiten Schaden nehmen. Sicherheitsrelevante Bauteile müssen Sie daher besonders gründlich unter die Lupe nehmen.

Eine gründliche Reinigung beseitigt Staub aus dem Winterquartier

Wird der Oldtimer im Winter nicht genutzt und nicht abgedeckt, sammelt sich zwangsläufig Staub auf dem Fahrzeug. Eine gründliche Wäsche - idealerweise per Hand - bringt den Wagen wieder auf Hochglanz. Wirkt der Lack auch nach der Reinigung noch matt oder zerkratzt, bringt eine Politur den Glanz zurück. Länger erhalten bleibt dieser, wenn Sie im Anschluss an das Polieren noch eine Lackversiegelung durchführen, zum Beispiel mit Hartwachs. Matt wirkende Kunststoffe oder verblichene Stellen innen wie außen behandeln Sie am besten mit speziellen Pflegemitteln.

Eine spezielle und regelmäßige Pflege benötigen darüber hinaus zierende Metallteile aus Chrom, Alu, Messing oder anderem Edelstahl. Mit einer anschließenden Konservierung beugen Sie Rostbildung vor. Hat sich bereits Rost gebildet, können Schleifpapier, Rostumwandler und Klarlack helfen. Ist dies nicht der Fall, sollte der Gang zum Fachmann, einem Galvanisier-Betrieb, erfolgen.

Rundum-Check für den Oldtimer: Flüssigkeiten, Reifen und Batterie

Vor der Inbetriebnahme des Fahrzeugs ist es weiterhin wichtig, die Technik auf ihre Funktionsfähigkeit hin zu überprüfen. Starten Sie beispielsweise mit der Kontrolle aller wichtigen Betriebsflüssigkeiten. Dazu zählen unter anderem das Motoröl, die Bremsflüssigkeit und das Kühlwasser. Flecken unter dem Oldtimer deuten darauf hin, dass Leitungen oder Dichtungen defekt sind. Stand das Auto sechs Monate oder länger, sollten Sie einen Ölwechsel durchführen.

Bevor Sie die erste Fahrt im Frühling wagen, sollten Sie einen prüfenden Blick auf die Reifen werfen. Durch die mehrmonatige Standzeit können Sie an Druck verloren haben. Die erste Fahrt sollte deshalb an einer Tankstelle vorbeiführen, wo Luft nachgefüllt werden kann.

Springt der Oldtimer nach mehrmonatigem Stillstand nicht auf Anhieb an, ist das noch kein Grund zur Sorge. Die Ursache kann eine entladene Starterbatterie sein. In diesem Fall hilft ein Ladegerät oder ein Fremdstartversuch weiter. Aber auch die Reinigung von Zündkerzen und -stecker sowie die Anwendung von Kontaktspray können dafür sorgen, dass der Funke wieder überspringt.

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