Mit der Zeit wird jeder Autolack etwas stumpf - einige bleichen sogar aus. Deshalb wollen viele Fahrzeugbesitzer ihr Auto polieren, wissen aber nicht, wie das funktioniert. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie einen Überblick über benötigte Utensilien und entstehende Kosten.

Auto polieren: Das benötigen Sie dafür

Wenn Sie Ihr Auto polieren möchten - zum Beispiel vor dem Verkauf oder einfach, weil Sie finden, dass der Lack an Glanz verloren hat - benötigen Sie dafür verschiedene Utensilien. Zum einen brauchen Sie ein Poliermittel, das auf möglichst allen Untergründen des Autos anwendbar ist und daher auch an Kunststoff oder Gummi keine unansehnlichen Flecken hinterlässt. Im Zubehörhandel finden Sie vermutlich viele verschiedene Autopolituren. Dabei gilt: Günstige Produkte sind nicht unbedingt schlechter als teure. Vielmehr kommt es darauf an, wie die Mittel mit dem Lack des spezifischen Modells harmonieren. Planen Sie für das Poliermittel in etwa 15 bis 50 Euro an Kosten ein.

Des Weiteren benötigen Sie Polierwatte für eine Politur per Hand oder eine Poliermaschine. Polieraufsätze für die Bohrmaschine sind für Laien hingegen nicht zu empfehlen, da die Maschinen mit zu hoher Drehzahl laufen - der Lack könnte beschädigt werden. Wer keine Poliermaschine besitzt, sollte entweder per Hand das Auto polieren oder ein professionelles Gerät ausleihen. Von dem Kauf günstiger Maschinen ist ebenfalls abzuraten. Darüber hinaus benötigen Sie einen sauberen Arbeitsplatz und ausreichend Licht, wenn Sie Ihr Auto polieren möchten. Direkte Sonneneinstrahlung ist allerdings zu vermeiden.

Schritt eins: Auto gründlich reinigen

Bevor Sie Ihr Auto polieren können, bedarf es einer gründlichen Autowäsche. Denn Verschmutzungen wie kleine Staubpartikel wirken beim Polieren wie Schmirgelpapier und können den Lack beschädigen. Für das Entfernen hartnäckiger Verschmutzungen empfehlen Experten die sogenannte Reinigungsknete. Nach dem Befeuchten der verschmutzten Lackstelle mit Wasser und etwas Seife können Sie mit der Knete leicht darüber fahren - der Schmutz sollte darin haften bleiben.

Schritt zwei: Kleine Teilflächen vorsichtig polieren

Tragen Sie nun etwas Poliermittel auf ein etwa 50 mal 50 Zentimeter großes Teilstück auf, zum Beispiel auf dem Dach. Die Politur darf nur kurz antrocknen und muss dann mit der Watte, dem Mikrofasertuch oder der Poliermaschine sanft und in kreisenden Bewegungen eingearbeitet werden. Ganz gleich, mit welcher Methode Sie arbeiten: Üben Sie niemals starken Druck auf den Lack aus, das könnte ihn beschädigen. Arbeiten Sie sich auf diese Weise Stück für Stück vor, bis Sie das gesamte Auto poliert haben.

Schritt drei: Autolack versiegeln

Damit der Autolack lange schön bleibt, empfehlen viele Experten eine anschließende Versiegelung, zum Beispiel mit Hartwachs. Lassen Sie sich am besten im Zubehörhandel beraten, welches Mittel sich hierfür am besten eignet. Durch die Behandlung erstrahlt Ihr Auto dann nicht nur in neuem Glanz, die pflegende Schicht macht den Lack auch wasser- und schmutzabweisend. So ist Ihr Auto gut auf die kalte und nasse Jahreszeit vorbereitet.

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