Er ist einer von nur vier Exemplaren: der Ford GT40 Roadster Prototyp von 1965. Dementsprechend viel dürfte das Paradebeispiel amerikanischer Ingenieurs- und Designkunst wohl auch einbringen. Vielleicht darf sich der Oldtimer nach der Versteigerung durch RM Auctions am 16. August teuerster Ford aller Zeiten nennen.

Eine offizielle Einschätzung vorab der Versteigerung gibt RM Auctions zwar nicht ab, amerikanische Medien wie "Fox News" rechnen allerdings mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Erzielt der seltene Ford GT40 Roadster Prototyp von 1965 tatsächlichen einen achtstelligen Verkaufserlös, wäre es der teuerste Ford, der jemals unter den Hammer kam. Doch nicht nur sein Seltenheitsstatus macht den Klassiker so begehrt. Das zu versteigernde Exemplar befindet sich in einem tadellosen Zustand, wechselte bislang selten den Besitzer und wurde bereits von bekannten Rennfahrern wie Ken Miles, Carroll Shelby oder Jim Clark bewegt.

Ford GT40 als Vergeltung für geplatzten Ferrari-Deal

Dass der Ford GT40 Prototyp überhaupt entstand, hat er vermutlich einem geplatzten Hersteller-Deal zu verdanken. Da Ford im Motorsport Anfang der 60er Jahre nicht vorne mitfahren konnte, wollte Henry Ford II die italienische Sportwagenschmiede Ferrari kaufen. Allerdings stellt Enzo Ferrari zu hohe Forderungen an die künftige Zusammenarbeit – und das Geschäft ging nicht auf. Als Vergeltungsschlag entwickelte Ford den GT40, der Ferrari bei den 24 Stunden von Le Mans schlagen sollte.

Angetrieben wurden die Prototypen von einem 4,2-Liter-V8. Noch heute markiert der Ford GT40 eine der Sternstunden des amerikanischen Automobilbaus.

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