Ferrari hatte beim Goodwood Festival of Speed am Wochenende einen ganz besonderen Auftritt. Der Grund war kein neues Fahrzeug der Italiener, sondern ein Klassiker. Ein Ferrari 375-Plus erzielte bei einer Versteigerung ein neues Rekordergebnis.

Das Auktionshaus Bonhams brachte am Wochenende beim Goodwood Festival of Speed einen echten Klassiker an den Mann. Unter den Hammer kam der Werksrennwagen Ferrari 375-Plus aus dem Jahr 1954 mit der Chassisnummer 0384AM. 60 Jahre nach seinem ersten Auftreten machte der offene rote Renner mit einem Paukenschlag auf sich aufmerksam. 10,7 Millionen Britische Pfund (etwa 13,4 Millionen Euro) investierte ein Liebhaber in das Schmuckstück. Mehr Geld wurde bisher noch nie für ein Auto des italienischen Herstellers ausgegeben. Bislang hielt ein 250 Testa Rossa aus dem Jahr 1957 mit rund 29 Millionen Euro den Rekordpreis für einen Ferrari.

Rundenschnellster in Le Mans 1955

Laut Bonhams ist es überhaupt die dritthöchste Summe, die je bei einer Versteigerung für ein Automobil ausgegeben wurde. Den Rekord hält nach wie vor der Mercedes-Benz W196 von Rennfahrerlegende Juan Manual Fangio aus dem Jahr 1954. Dieser wechselte 2013 für rund 21,7 Millionen Euro den Besitzer.

Auch der Ferrari 375-Plus kann auf eine glorreiche Geschichte zurückblicken. 1954 trat Umberto Maglioli mit ihm bei der Mille Miglia an, anschließend holte Froilan Gonzalez mit dem Fahrzeug den Sieg beim Rennen in Silverstone. Seinen letzten Auftritt als Werksrennwagen hatte er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1955, wo er die schnellste Rundenzeit erreichte, aber vorzeitig ausschied. Der Ferrari 375-Plus wurde vor der Auktion in einen exzellenten Zustand versetzt.

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