Leiden Sie auch schon an Hitzestress? Die gesamte Woche soll es heiß bleiben in Deutschland: Wer jetzt mit dem Auto unterwegs ist, hat nicht selten mit der Hitze zu kämpfen. Doch was kann man gegen die hohen Temperaturen tun? Und auf was müssen Sie jetzt besonders achten? Diese Tipps helfen Ihnen und Ihrem Auto!

Jetzt geht der Sommer richtig los: Temperaturen um die 30 Grad sind in weiten Teilen Deutschlands keine Seltenheit mehr. Während sich viele schon in den Schwimmbädern tummeln, eine Runde durch den See schwimmen oder gleich einen Tag am Strand verbringen, macht die Hitzewelle vielen Autofahrern zu schaffen.

Das Auto wird zum Backofen

Denn wer über keine Klimaanlage verfügt, sieht sich schon nach wenigen Minuten der Sonne ausgeliefert: Bei 30 Grad Außentemperatur und Sonnenschein dauert es nur zehn Minuten, bis im Innenraum annähernd 40 Grad herrschen. Wird das Auto eine Stunde in praller Sonne geparkt, haben Untersuchungen gezeigt, dass nach dieser Zeit bis zu 56 Grad im Fahrzeug gemessen werden können. Bei noch höheren Außentemperaturen kann es im Innenraum Ihres Autos bis zu 70 Grad heiß werden: Niemand sollte deshalb im Auto verweilen, während es in der Sonne steht. Kinder und Haustiere sollten deshalb niemals im Auto zurückgelassen werden - es besteht akute Lebensgefahr.

Ein schattiges Plätzchen zum Parken ist ohnehin viel Wert - das Auto bleibt dort bis zu 15 Grad kühler. Finden Sie keinen Schattenplatz, parken Sie zumindest mit dem Heck zur Sonne – wegen der geringeren Glasfläche heizt sich Ihr Pkw dann weniger auf.

Erhöhte Unfallgefahr bei Hitze

Hitze im Auto erhöht darüber hinaus die Unfallgefahr, weil die Wärme auf die Konzentration und den Kreislauf schlägt. Nach dem Parken also erst einmal kräftig lüften, um die angestaute Hitze loszuwerden. Ein heißer Tipp für Autos ohne Klima: Die hinteren Seitenscheiben öffnen, das zieht die heiße Luft effektiv aus dem Inneren.

Doch auch wer mit Klimaanlage unterwegs ist, sollte einige Dinge beachten. Dazu gehört etwa, die Temperatur im Innenraum nicht zu niedrig einzustellen. Bei den genannten 30 Grad reicht etwa eine Einstellung von 22 bis 23 Grad. Wenn Sie mit zu niedrigen Temperaturen fahren, belasten Sie Ihren Kreislauf unnötig, wenn Sie wieder aussteigen. Nach dem Losfahren empfiehlt es sich, die Klimaanlage zunächst einige Minuten mit der Umluft-Funktion laufen zu lassen – der CO2-Gehalt in der Luft bleibt dann niedriger. Vorsicht bei der Einstellung der Ausströmer: Die kalte Luft direkt auf den Körper gerichtet, erhöht zudem das Risiko sich zu erkälten.

Auch die Technik leidet unter der Hitze im Sommer

Während der heißen Tage sollten Sie unbedingt ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Das gilt insbesondere bei langen Autoreisen. Bis zu drei Liter (Wasser, Saftschorle oder Tee) sind bei sommerlichen Temperaturen absolut empfehlenswert. Kühlboxen für den 12-Volt-Anschluss im Auto sind überdies eine willkommene Ausstattung, um Getränke kühl zu halten. Zu kalt sollten Sie eine solche Box allerdings nicht einstellen: Ihr Körper ist dann damit beschäftigt, die kalte Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu erwärmen. Verstärktes Schwitzen und womöglich Magenbeschwerden können die Folge sein.

Auch der Technik des Autos setzt starke Hitze teilweise zu. In langen Staus ohne nennenswerten Fahrtwind kann etwa der Motor überhitzen. Am besten kontrollieren Sie vor einer Reise das Kühlwasser und füllen es bei Bedarf nach – entweder selbst oder in einer Werkstatt. Wer auf Nummer sicher gehen will, schaltet den Motor aus, sobald es auf der Autobahn zum Stillstand kommt. Volltanken vor der Fahrt ist aufgrund von hitzigen Staus im Sommer daher besonders wichtig. Sollten Sie bemerken, dass der Motor anfängt zu kochen, hilft ein einfacher Trick: Drehen Sie die Heizung und das Gebläse auf die höchste Stufe, das wirkt wie eine zusätzliche Kühlung für den Motor.

Besser abends, nachts oder frühmorgens fahren

Um derartigen Hitzestress im Sommer weitestgehend zu vermeiden, empfiehlt es sich generell, Reisen mit dem Auto auf den Abend, die Nacht oder den frühen Morgen zu verlegen. Nicht nur die Temperaturen sind dann angenehmer, auch die Staugefahr ist bedeutend geringer.

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