Viele Autofahrer überkommt schon ein ungutes Gefühl, wenn sie nur einen Tunnel vor sich sehen. Dabei sind die Sicherheitsvorkehrungen in den Unterführungen inzwischen sehr hoch. Damit im Fall eines Staus oder einer Panne keine Panik entsteht, sollten einige Tipps beherzigt werden.

Viele Autofahrer bekommen immer noch ein mulmiges Gefühl, wenn sie durch einen Tunnel fahren müssen. Die dunklen Lichtverhältnisse und die Enge der Röhren führen bei manchen gar zu Angstzuständen. Doch wer sich mit dem Auto auf den Weg in den Urlaub Richtung Süden macht, der kommt nur selten um eine Tunneldurchfahrt herum. Um Panik zu vermeiden, sollten deshalb ein paar Tipps beherzigt werden. Das ist auch wichtig, um im Fall einer Panne oder eines Staus die Ruhe zu bewahren.

Im Tunnel normal verhalten

Das richtige Verhalten in einem Tunnel fängt schon vor der Röhre an. Michael Kirsch, Sachverständiger für Lüftungs- und Entrauchungsanlagen vom TÜV Rheinland, weiß: "Autofahrer sollten vor der Tunneleinfahrt die Verkehrszeichen und Ampeln beachten, das Abblendlicht einschalten und natürlich die Sonnenbrille absetzen."

Kommt es in der Tunnelröhre dann tatsächlich zu einem Stau, gelten grundsätzlich dieselben Regeln, wie auf offener Straße. Schon bei stockendem Verkehr sollte die Warnblinkanlage eingeschaltet werden. Kommt der Verkehr komplett zum Erliegen, gilt es zunächst im Auto sitzen zu bleiben, ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten und eine Rettungsgasse zu bilden. Anschließend sollte der Motor abgestellt werden, damit die Abgasentwicklung im Tunnel so gering wie möglich bleibt.

Was tun bei eigener Panne?

Wer selbst eine Panne hat, sollte wie oben beschrieben handeln und anschließend das Fahrzeug verlassen. Wichtig: Im Idealfall sollte das Auto noch in eine dafür vorgesehene Nothaltebucht gesteuert werden. Ist das nicht möglich, sollte das Fahrzeug möglichst weit am Fahrbahnrand geparkt werden. Anschließend gilt es vor dem Verlassen des Wagens die Warnweste anzuziehen, was im dunklen und engen Tunnel besonders wichtig ist, um von anderen Autofahrern gesehen zu werden. Der Zündschlüssel sollte immer stecken gelassen werden, damit Einsatzkräfte das Auto im Ernstfall schnell bewegen können. Darüber hinaus gilt es die Unfallstelle noch mit dem Warndreieck abzusichern.

Anschließend sollte unverzüglich ein SOS-System im Tunnel aufgesucht werden. Diese sind in der Regel ausgeschildert sowie beleuchtet und schon von Weitem zu erkennen. Das Tunnelpersonal kann im Anschluss direkt den Standort des Pannenfahrzeugs lokalisieren und die Videoüberwachung aktivieren. Bei Bedarf können so auch Verhaltensanweisungen per Lautsprecher gegeben werden. Für kleinere Brände befinden sich im Tunnel in überschaubaren Abständen zudem Feuerlöscher, die benutzt werden können. Im absoluten Ernstfall sollte der Tunnel außerdem über die ausgewiesenen Notausgänge verlassen werden.

Nicht im Auto bleiben

Keinesfalls sollten Autofahrer bei einer Panne in ihrem Fahrzeug sitzen bleiben. Das gilt auch dann, wenn in der Tunnelröhre andere Verkehrsteilnehmer in einem Unfall verwickelt wurden und man dahinter im Stau steht und die vor einem liegende Strecke dauerhaft blockiert ist. Kommt es dann auch noch zu einer starken Rauchentwicklung im Tunnel ist schnelles Handeln gefragt. In diesem Fall ist den Anweisungen des Tunnelpersonals zu folgen und die Notausgänge sollten auf dem kürzesten Weg aufgesucht werden. "Dabei vor allem die Ruhe bewahren. Die Tunnelbeleuchtung erleichtert die Orientierung und entsprechende Schilder weisen auf die nächstgelegenen Notausgänge hin“, so Michael Kirsch vom TÜV Rheinland. Auch in einem solchen Fall ist daran zu denken, den Zündschlüssel stecken zu lassen, damit die Rettungskräfte ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können.

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