Wer einen Pkw zulassen will, benötigt eine Kfz-Versicherung - infrage kommen eine Haftpflicht-, eine Teilkasko- oder eine Vollkaskoversicherung. Während Erstere als Pflichtversicherung nur eine sogenannte Gefährdungshaftung bietet, gehen die Leistungen von Kaskoversicherungen darüber hinaus. Was eine Teilkaskoversicherung abdeckt und für wen sie sich lohnt, lesen Sie hier.

Nicht nur nach der Anschaffung eines neuen oder gebrauchten Pkw, sondern auch im Wechselmonat November sehen sich viele Autofahrer mit der Frage konfrontiert, welche Versicherung das eigene Auto optimal schützt. Der grundlegende Unterschied zwischen einer Haftpflicht- und den beiden Kaskoversicherungen ist, dass Letztere auch Schäden am eigenen Fahrzeug abdecken, während die Haftpflicht nur für Schäden aufkommt, die Sie an einem fremden Pkw verursacht haben.

Was deckt die Teilkasko ab?

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Teilkasko für Schäden am eigenen Fahrzeug aufkommt, die nicht von der Haftpflichtversicherung eines anderen Autofahrers abgedeckt werden. Denn nicht immer entstehen Beschädigungen durch eine weitere Person. So fallen in erster Linie Schäden durch Naturereignisse wie Hagel, Blitz, Überschwemmung, Sturm oder Feuer in den Leistungsbereich einer Teilkaskoversicherung. Aber auch Unfälle mit Haarwild sowie Marderschäden am Auto werden durch die Teilkasko reguliert.

Ebenfalls durch die Teilkasko versichert sind Glasbruch und Diebstahl. Haben Sie einen Steinschlag am Auto, der die Bedingungen für eine Ausbesserung erfüllt, kommt die Teilkaskoversicherung in der Regel für die Reparaturkosten auf. Werden Ihr Fahrzeug oder Teile Ihres Fahrzeugs gestohlen, haftet die Kaskoversicherung ebenfalls. Die Bedingung dafür ist jedoch, dass Sie den Diebstahl nicht provoziert haben, zum Beispiel, indem Sie das Auto unverschlossen abgestellt haben. Schäden durch Vandalismus werden nicht durch die Teilkaskoversicherung abgedeckt.

Abgrenzung zur Vollkaskoversicherung

Bei der Teilkasko hört der Leistungsumfang des Weiteren da auf, wo Sie selbst als Schadensverursacher auftreten. Handeln Sie fahrlässig oder trägt ihr Auto bei einem selbst verursachten Unfall einen Schaden davon, haftet die Teilkaskoversicherung nicht. Selbst verursachte Schäden am eigenen Auto werden nur von der Vollkaskoversicherung reguliert. Für diesen größeren Leistungsumfang müssen Sie allerdings auch höhere Prämien einplanen.

Für wen lohnt sich eine Teilkasko?

Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich vor allem bei Neuwagen mit einem hohen Anschaffungspreis, die Teilkasko sollten Sie hingegen bei allen anderen Neu- und Gebrauchtwagen in Betracht ziehen, da sie einen bedeutend größeren Leistungsumfang als eine herkömmliche Kfz-Haftpflichtversicherung bietet.

Die Prämien der Teilkasko berechnen sich unter anderem nach der Typ- und Regionalklasse - es spielt aber auch eine Rolle, ob Sie eine Selbstbeteiligung wählen. Das kann die Prämie mitunter drastisch reduzieren. Beachten Sie auch, dass es bei einer Teilkaskoversicherung keine Schadenfreiheitsklassen gibt. Sie können daher nicht hochgestuft, im Gegenzug aber auch nicht runtergestuft werden.

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