Wer ein Auto zulassen möchte, der benötigt eine Kfz-Versicherung. Einmal abgeschlossen behalten viele Autofahrer diesen Tarif, ein Versicherungswechsel könnte sich in vielen Fällen jedoch lohnen und in der Haushaltskasse bemerkbar machen. Wann Sie Ihre Versicherung wechseln können und wie Sie ein passendes neues Angebot finden, lesen Sie im Folgenden.

Dass sich ein Versicherungswechsel durchaus lohnen kann, stellen Untersuchungen und Studien immer wieder fest. Laut einem Ende 2012 durchgeführten Vergleich der Stiftung Warentest lassen sich Preisunterschiede von bis zu 2.500 Euro jährlich ausmachen. Besonders groß sei die Differenz zwischen verschiedenen Versicherungstarifen bei jungen Fahranfängern. Aber auch alle anderen Versicherten könnten der Stiftung Warentest zufolge mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen, wenn sie regelmäßig verschiedene Tarife miteinander vergleichen und das günstigste Angebot wählen.

Wann ist der Versicherungswechsel überhaupt möglich?

Grundsätzlich können Sie Ihre Autoversicherung immer zum Ende eines Versicherungsjahres kündigen - gewöhnlich mit einer Kündigungsfrist von einem Monat. Der Stichtag für die Kündigung ist daher der 30. November. Neben diesem ordentlichen Kündigungsrecht besitzen Sie jedoch Sonderkündigungsrechte. So ist ein Versicherungswechsel auch während des Versicherungsjahres möglich, wenn Ihre Versicherung die Prämie erhöht oder nach der Regulierung eines Schadensfalls.

Lediglich im ersten Versicherungsjahr ist ein Versicherungswechsel in der Regel nicht ratsam, denn der Versicherer hat dann die Möglichkeit, die bisherige Vertragslaufzeit nach einem Kurztarif abzurechnen. Und die sind üblicherweise deutlich teurer als gewöhnliche Tarife.

Welche Versicherungsform ist die richtige?

Bevor Sie die Angebote verschiedener Versicherungen vergleichen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie lediglich eine Kfz-Haftpflichtversicherung oder eine teurere Kaskoversicherung abschließen wollen. Jede Form der Versicherung bringt ihre Vor- und Nachteile mit, die Sie zunächst sorgfältig gegeneinander abwägen sollten. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Vollkaskoschutz vor allem für besonders teure Neuwagen. Bei allen anderen Neu- und Gebrauchtwagen sind Sie in der Regel auch mit einer Teilkasko gut abgesichert. Von einer Haftpflichtversicherung werden hingegen nur Schäden abgedeckt, die Sie an fremden Pkw verursachen.

Der Versicherungsvergleich

Bei dem enormen Angebot an Versicherungen und Tarifen ist es nicht einfach, als Verbraucher den Überblick zu behalten. Im Fahrzeugbereich bietet es sich daher an, einen Versicherungsvergleich auf Vergleichsportalen im Internet durchzuführen. Dort machen Sie alle nötigen Angaben, die für die Berechnung der Prämie relevant sind und das Portal listet alle Angebote für Sie auf - nach aufsteigenden Preisen geordnet. Bevor Sie sich dann allerdings für einen Tarif entscheiden, sollten Sie noch einen Blick auf die enthaltenen Services der Versicherung werfen.

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