Sie haben wegen Alkohol oder Drogen am Steuer Ihren Führerschein verloren und müssen jetzt zur MPU? Hier finden Sie hilfreiche Tipps, wie Sie den Idiotentest bestehen.

2012 mussten laut der bundesdeutschen Begutachtungsstellen für Fahreignung insgesamt 94.176 Personen zur MPU (medizinisch-psychologischen Untersuchung) - nebenbei bemerkt knapp die Hälfte davon wegen Alkoholmissbrauchs am Steuer.

MPU: Kosten von 350 bis 750 Euro

Jeder Dritte fällt bei dem Idiotentest durch. Damit Sie nicht auch durch die Untersuchung rasseln, sollten Sie einige Tipps beherzigen. Schließlich sind die die Kosten einer MPU nicht unerheblich: Je nach Begutachtungsanlass müssen Sie zwischen 350 und 750 Euro für den gesamten Test zahlen.

Vorbereitung auf den Idiotentest: Nehmen Sie Hilfe in Anspruch

Sofern Sie wegen Alkohol- oder Drogenmissbrauchs die Fahrerlaubnis verloren haben, sollten Sie sich frühzeitig Hilfe holen. Ist der Konsum ein Dauerzustand, etwa aufgrund persönlicher Probleme, sollten Sie unbedingt eine Suchtstelle oder einen Psychologen aufsuchen.

Auch wenn Sie Ihren Führerschein wegen eines nicht ganz so schweren Vergehens verloren haben, ist es wichtig, dass Sie frühzeitig eine individuelle und professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Inzwischen gibt es viele seriöse Vorbereitungskurse von ausgebildeten Verkehrspsychologen. Diese sind zwar nicht günstig und kosten zwischen 500 und 1.000 Euro, dennoch könnte sich ein solcher Kurs auch finanziell lohnen, insbesondere in Anbetracht der hohen Durchfallquote bei der MPU.

Außerdem können Sie durch die Teilnahme an speziellen Kursen die Sperrzeit Ihres Führerscheins um bis zu drei Monate verkürzen - soll heißen, Sie können früher zur MPU antreten.

Wichtig: Ändern Sie Ihre Sicht- und Verhaltensweise

Zur richtigen Vorbereitung gehört auch, dass Sie die anstehende MPU nicht nur als Strafe sehen, sondern vor allem als Chance, sich kritisch mit Ihren Verhaltensweisen auseinanderzusetzen - ein rücksichtsloses Verhalten am Steuer gefährdet Ihr Leben und das Leben Anderer.

Sollten Sie nicht umdenken, stehen die Chancen einer erfolgreichen MPU sehr schlecht: Die Prüfer sind Profis. Sie werden zwar nicht an einen Lügendetektor angeschlossen, doch die Prüfer erkennen sofort, wenn sich Ihr Verhalten nicht geändert hat, Sie beim Idiotentest Unwahrheiten erzählen und Reue nur vortäuschen. Nur wenn Sie ehrlich sind, haben Sie eine realistische Chance, die MPU zu bestehen und den Führerschein wieder zu erlangen.

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