ABS, ESP, Fahrer- und Beifahrerairbags: In Sachen Sicherheitsausstattung finden Interessenten eine ganze Reihe unterschiedlicher Systeme. Doch welche technischen Hilfsmittel sind wirklich ein Muss für Ihr Fahrzeug? Das kommt natürlich auf den Fahrer an. Wer eine Familienkutsche lenkt, hat andere Bedürfnisse als ein Fahranfänger.

Viele Dinge, die früher als Extra bei der Sicherheitsausstattung galten, werden heute serienmäßig mitgeliefert. Ein Auto ohne ABS zu finden, dafür müssen Sie schon eine ganze Weile in die Vergangenheit reisen. Der Grund: 2004 gingen die Autohersteller eine Selbstverpflichtung ein, das Antiblockiersystem in alle Neufahrzeuge einzubauen. Dementsprechend ist ABS seit Jahren Standard, gut 90 Prozent der Autos auf deutschen Straßen verfügen über diese Sicherheitsausstattung.

ESP wird rechtlich bindend

Ähnlich sieht es bei ESP aus: Bei den Fahrzeugbauern gehört das elektronische Stabilitätsprogramm seit etwa zehn Jahren zur Serienausstattung. Bedenken Sie beim Autokauf allerdings darauf, dass dieser Schleuderschutz bei verschiedenen Herstellern unterschiedliche Namen hat: BMW nennt das System DSC, bei Toyota finden Sie die Technik unter der Bezeichnung VSC. Genau hinsehen ist überdies sinnvoll, da es eine rechtliche Bindung für den Einbau von ESP erst ab dem 1. November 2014 gibt.

Zusätzliche Systeme und Testergebnisse

Neuere Fahrzeuge verfügen häufig bereits über spezielle Sicherheitsausstattung wie Müdigkeitswarner oder Assistenten, die bei Spurwechseln oder toten Winkeln alarmieren sollen. Doch derartige Systeme sind teuer und nützen nur bedingt. Prüfen Sie vor dem Kauf lieber gründlich das Crash-Verhalten des Modells, das Sie im Auge haben. Die entsprechenden Testergebnisse liefert die europäische Prüforganisation NCAP.

Am besten sechs Airbags

Interessant ist die Frage nach den Airbags – wie viele sollen es den wirklich sein? Fakt ist, dass kein einziges dieser Systeme rechtlich vorgeschrieben ist. Vergewissern Sie sich also, ob und welche Airbags an Bord sind. Frontairbags für Fahrer und Beifahrer sind unbedingt empfehlenswert, da diese am häufigsten zum Einsatz kommen. Wer noch sicherer gehen will, achtet auf Seitenairbags und kommt so insgesamt auf sechs Stück als ideale Sicherheitsausstattung.

Familienkutschen mit besonderen Bedürfnissen

Während bei Fahranfängern in der Regel der schmalere Geldbeutel zusätzlicher Sicherheitsausstattung im Wege steht, kann dieses Argument bei Familien nur bedingt zählen. Schließlich fahren Kinder mit, die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Achten Sie also unbedingt auf das Isofix-System - ein internationaler Standard für die Befestigung von Kindersitzen mit eigenen Sicherheitsgurten. So gewährleisten Sie, dass der Sitz fest verankert wird. Kompromisse sollten Sie bei den Kopfstützen ebenfalls nicht machen, da diese ein Schleudertrauma bei größeren Kindern und anderen Mitfahrern verhindern können.

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