Neuwagen müssen bereits serienmäßig mit Tagfahrlicht ausgerüstet werden, um so die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Doch ist es deswegen notwendig, Autos älteren Baujahrs auch nachträglich damit auszustatten? Eine Nachrüstung ist zwar keine gesetzliche Pflicht, sie kann aber aus bestimmten Gründen Sinn ergeben.

Eine Senkung der Unfallzahlen um mehr als drei Prozent, die die Bundesanstalt für Straßenwesen errechnet hat, liefert klare Argumente fürs Tagfahrlicht. Deswegen sind seit dem Februar 2011 spezielle Tagfahrleuchten für Neuwagen bis 3,5 Tonnen serienmäßig Pflicht. Für Nutzfahrzeuge gilt dieselbe Vorgabe seit August 2012. Obwohl es hierzulande im Gegensatz zu den nordischen Ländern und Osteuropa keine gesetzliche Pflicht gibt, bei guter Sicht das Licht eingeschaltet zu haben, empfehlen es die Behörden in Deutschland ebenfalls.

Sparsamere Leuchten

Die kritischen Stimmen, die sich gegen eine Verpflichtung aussprechen, führen als Argument den erhöhten Kraftstoffverbrauch bei dauerhaft eingeschaltetem Licht ins Feld. In der Tat frisst ein durchschnittliches Fahrzeug etwa 0,1 bis 0,2 Liter pro 100 Kilometer mehr, wenn tagsüber mit herkömmlichem Abblendlicht gefahren wird. Aus diesem Grunde kann sich die Nachrüstung mit Tagfahrleuchten durchaus lohnen. Denn diese sorgen lediglich für einen erhöhten Verbrauch von 0,02 bis 0,05 Liter auf 100 Kilometer - somit ist dies eine sparsamere Alternative zum Abblendlicht.

Sichtbarkeit von Tagfahrlicht ist besser

Nicht nur der geringere Energieverbrauch des speziellen Tagfahrlichtes, auch die Sichtbarkeit spricht für eine Nachrüstung. Denn wer tagsüber mit Abblendlicht unterwegs ist, macht sich nur geringfügig besser bemerkbar. Die Lichtverteilung des Abblendlichtes ist nur auf die Dunkelheit optimiert, das meiste Licht landet auf der Straße und wird am Tage ohne Nutzen absorbiert. Tagfahrlicht hingegen ist eine passive Beleuchtung und sorgt für bessere Sichtbarkeit gegenüber dem herkömmlichen Abblendlicht.

Tagfahrlicht nachrüsten: Praktische Tipps

Wichtig ist im Falle einer Nachrüstung von Tagfahrlicht, eine vertrauenswürdige Werkstatt aufzusuchen. Ein Einbaufehler kann dazu führen, dass die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges erlischt. Auch der Versicherungsschutz geht damit verloren. Rund 150 Euro können Sie für die Nachrüstung mit Tagfahrlicht einrechnen, wenn Sie einen günstigen Satz LED-Leuchen und den Einbau durch eine Fachwerkstatt zusammenrechnen. Das sollte sich im Durchschnitt nach etwa 70.000 Kilometern rechnen, denn dann haben Sie durch den geringen Kraftstoffverbrauch die Kosten wieder ausgeglichen.

Weitere Themen
Tagfahrlicht: Ergibt eine Nachrüstung in älteren Autos Sinn?