In Großstädten erfreuen sich Carsharing-Angebote zunehmender Beliebtheit. Mit Carsharing kann man in Ballungsgebieten mobil sein, ohne sich ein eigenes Fahrzeug anschaffen zu müssen. Wer diesen Service allerdings in Anspruch nimmt, sollte vor Fahrtantritt das Fahrzeug unbedingt einer gründlichen Überprüfung unterziehen.

Die mobile Zukunft führt anscheinend nicht am beliebten Carsharing vorbei. Immer mehr Menschen nutzen diesen Service, damit ihre innerstädtische Mobilität an Qualität gewinnt. Anfang 2013 waren es über 450.000 Autofahrer, die die Angebote der diversen Carsharing-Unternehmen regelmäßig wahrnehmen. Dabei gehen viele nach dem Schema "Reinsetzen und Losfahren" vor. Ein Fehler, wie ein Blick auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verrät. Ferner gefährdet ein solches Vorgehen die eigene Sicherheit erheblich.

Carsharing: Selbstbeteiligung bis 1.500 Euro

Regelmäßig wird in den Nutzungsbedingungen der Carsharing-Dienstleister stehen, dass der Fahrzeugnutzer das Auto vor der Fahrt auf mögliche Schäden überprüfen soll. Sollte ein Schaden keinem anderen Fahrzeugnutzer zurechenbar sein, kann das Carsharing ganz schnell eine teure Angelegenheit werden. In vielen Verträgen ist nämlich eine Selbstbeteiligung von bis zu 1.500 Euro niedergelegt. Aus diesem Grund ist dringend anzuraten, die Karosserie des Fahrzeugs sorgfältig zu begutachten. Hat das Fahrzeug Dellen, Kratzer oder ähnliche Beschädigungen vorzuweisen? Sollte dies zu bejahen sein, bieten die Carsharing-Unternehmen unterschiedliche Möglichkeiten an, diese Schäden an sie zu kommunizieren.

Auch eventuell vorhandene Beschädigungen an Felgen sollten dokumentiert werden. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Reifen zu werfen. Ein beschädigter Reifen ist ein Sicherheitsrisiko für Sie und andere Verkehrsteilnehmer. Im Falle eines defekten Reifens sollte die Fahrt unterbleiben und das Unternehmen in Kenntnis gesetzt werden. Auch ein Blick auf das Pannenset kann sich lohnen: Ein benutztes Set weist auf einen defekten Reifen hin. Auch hier sollte direkt eine Mitteilung an das Carsharing-Unternehmen erfolgen.

Sicherheitsrelevante Bauteile sollten dringend sichtgeprüft werden

Die Fahrt sollte ferner unterbleiben, wenn die Beleuchtung des Fahrzeugs nicht in Ordnung ist. Auch wenn der Fahrer nicht Eigentümer des Fahrzeugs ist, ist er gesetzlich angehalten, das Fahrzeug nur in einem verkehrstauglichen Zustand zu nutzen. Konkret bedeutet dies, dass eine Überprüfung der Fahrzeugbeleuchtung unbedingt vor Fahrtantritt erfolgen sollte. Daneben ist auch der Füllstand der Scheibenwischanlage zu prüfen wie auch der Pegel des Motorenöls. Beides dient der Sicherheit im Straßenverkehr.

Nur nach Einhaltung dieser Schrittfolge können Sie sich ruhigen Gewissens ins Fahrzeug setzen und sich sicher sein, weder aus dem Vertrag in Anspruch genommen zu werden noch die eigene Sicherheit sowie jene ihrer Mitmenschen zu gefährden.

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