Für viele symbolisieren sie das Gefühl von Freiheit und Abenteuerlust: Motorräder. Wer eine solches Bike fahren will, muss aber zunächst die praktische Motorradprüfung absolvieren. Wer alle Übungen, die abgefragt werden können, schon in den Fahrstunden beherrscht, muss allerdings keine Angst mehr vor dem Praxistest haben.

Wie bei der praktischen Führerscheinprüfung fürs Auto gibt es auch bei der Motorradprüfung einige Übungen, die der Fahrschüler auf Verlangen des Prüfers absolvieren muss. Beim Motorradfahren fallen diese noch etwas umfangreicher aus als beim Autofahren, wo der Prüfling außerhalb der normalen Verkehrssituation meist nur das Einparken, mitunter auch eine Gefahrenbremsung oder das Anfahren am Berg beherrschen muss.

Mithilfe der Motorradübungen wird kontrolliert, ob der Fahranfänger die Maschine sicher beherrscht. Ein guter Fahrlehrer wird Sie daher umfassend auf die praktische Motorradprüfung vorbereiten und die folgenden Übungen mit Ihnen trainieren.

Grundfahraufgaben: Langsamer und schneller Slalom

Um zu überprüfen, wie vertraut Sie mit dem Handling des Motorrads sind, wird der Prüfer zum Beispiel einen langsamen oder schnell gefahrenen Slalom sehen wollen. Dazu werden Hütchen aufgestellt, die sie entweder in Schrittgeschwindigkeit oder mit etwa 30 km/h umfahren sollen. Beim langsamen Slalom stehen die Verkehrspylonen natürlich dichter zusammen.

Um Sie auf die praktische Motorradprüfung vorzubereiten, wird Ihr Fahrlehrer vermutlich auch das Stop-and-Go-Fahren mit Ihnen üben. Hierbei müssen Sie nach kurzer Fahrt anhalten und den vom Fahrlehrer zuvor angesagten Fuß auf der Erde abstellen. So üben Sie das Ausbalancieren des Bikes links und rechts.

Enges Abbiegen sowie die 8er-Schleife

Eine weitere Grundfahrübung ist das enge Abbiegen nach rechts. Dabei ist es wichtig, dass Sie das Motorrad eng in die Kurve drücken, um nicht in den Gegenverkehr zu geraten. Im Anschluss kann Sie der Prüfer zum Beispiel eine 8er-Schleife fahren lassen, um zu sehen, wie Ihre Kopfhaltung in Kurven aussieht. Denn beim Motorradfahren ist es wichtig, immer in die Kurve hineinzuschauen.

Wichtige Brems- und Ausweichmanöver

Zu den Voraussetzungen für die praktische Motorradprüfung zählen außerdem drei wichtige Brems- und Ausweichmanöver. Zum einen sollten Sie eine Zielbremsung aus 30 km/h beherrschen, bei der Sie das Motorrad innerhalb einer 3,5 Meter langen und einen Meter breiten Box zum Stehen bringen müssen. Die zweite Bremsübung ist eine Vollbremsung aus 50 km/h, bei der Sie innerhalb von 19 Metern anhalten müssen.

Zu guter Letzt will der Prüfer unter Umständen ein Ausweichmanöver aus 50 km/h von Ihnen sehen. Hierbei fahren Sie mit der erforderlichen Geschwindigkeit durch ein einen Meter breites Tor und müssen dann einem Hindernis in zehn Metern Entfernung zu diesem Tor links ausweichen.

Bevor Sie sich für die praktische Motorradprüfung anmelden, sollten Sie sich mit all diesen Übungen sicher fühlen und natürlich genügend Fahrpraxis im Straßenverkehr gesammelt haben.

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