Oldtimer sind meist Liebhaberstücke, deren Wert sich nicht ausschließlich in Zahlen ausdrücken lässt. Ein Wertgutachten kann in bestimmten Situationen dennoch hilfreich sein, zum Beispiel, vor dem Kauf, dem Verkauf oder dem Beantragen eines H-Kennzeichens. Erfahren Sie hier, was die Gutachter prüfen und welche Vorteile Sie daraus ziehen können.

Der emotionale Wert eines gehegten und gepflegten Klassikers lässt sich selbstverständlich nicht bemessen. Um den tatsächlichen Wert eines Oldtimers zu ermitteln, können Sie hingegen ein Wertgutachten erstellen lassen. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn Sie ein historisches Fahrzeug kaufen oder verkaufen wollen. Das Wertgutachten liefert einen objektiven sowie individuellen Zustandsbericht und bildet damit eine hervorragende Verhandlungsbasis zu Ihren Gunsten.

Aber auch beim Beantragen eines H-Kennzeichens kann ein Gutachten helfen. Schließlich müssen Sie dafür den Originalzustand des Fahrzeugs nachweisen. Darüber hinaus bringt Ihnen ein Wertgutachten auch Sicherheit in Bezug auf bislang unentdeckte Mängel. Denn die Profis nehmen den Oldtimer bei der Begutachtung gründlich unter die Lupe.

Fahrzeugunterlagen sammeln und Zustand dokumentieren

Die Arbeit an einem Wertgutachten, das je nach Aufwand ab etwa 500 Euro kostet, startet mit der Sichtung aller Fahrzeugdokumente und einer Recherche zum Fahrzeugmodell. Erst dann gehen die Gutachter ans Auto und dokumentieren den Zustand bis ins kleinste Detail.

Da der Oldtimer für ein Wertgutachten nicht auseinandergenommen wird, suchen die Prüfer nach Anzeichen für mögliche Defekte. Eine Ölanalyse kann zum Beispiel auf den Zustand des Motors hinweisen. Aus diesem Grund sollten Sie vor der Prüfung so wenig wie möglich am Auto verändern. Mit frischem Öl beispielsweise wird eine Ölanalyse ergebnislos bleiben.

Wertgutachten vergibt Zustandsnoten von 1 bis 5

Je nachdem, was die Gutachter vorfinden, vergeben sie eine Note von 1 (makellos) bis 5 (restaurierungsbedürftig) für den Zustand des Oldtimers. Makellose Klassiker entsprechen dem Zustand der Erstauslieferung, weisen keine Mängel oder Gebrauchsspuren auf und verfügen ausschließlich über Teile aus dem Original-Fahrzeug. Restaurierungsbedürftig ist ein Oldtimer dann, wenn er seit vielen Jahren stillgelegt, nicht vollständig oder nicht fahrbereit ist. Häufig enden solche Klassiker als Teileträger, da der Restaurierungsaufwand extrem hoch wäre.

Den Wert Ihres Oldtimers ermitteln die Experten anhand der Zustandsnote und mithilfe einer umfangreichen Marktrecherche zum Fahrzeugtyp. Haben Sie einmal ein Wertgutachten erstellen lassen, empfiehlt es sich, dieses nach Umbauten oder Restaurierungsmaßnahmen aktualisieren zu lassen, um den gestiegenen Wert zu dokumentieren.

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