Während in Deutschland die Verkehrsregeln größtenteils nachvollziehbar sind, geht es in anderen Ländern mitunter ziemlich verrückt zu. Eine Auswahl der kuriosesten Gesetze für den Straßenverkehr.

In Deutschland dürfen Autofahrer nackt hinterm Steuer sitzen, nur nicht im Adamskostüm aus dem Wagen steigen. Dann droht eine Strafe, da sich die Öffentlichkeit an so viel Freizügigkeit stören könnte. Im Vergleich zu Verkehrsregeln in anderen Ländern scheint dieses Gesetz fast noch vernünftig zu sein.

Großbritannien: Urinieren gegen den Hinterreifen erlaubt

Äußerst skurril geht es in Großbritannien zu. Wer während der Fahrt das dringende Bedürfnis nach einem kleinen Geschäft verspürt, darf mal eben anhalten und in der Öffentlichkeit Wasser lassen - allerdings nur gegen den Hinterreifen des eigenen Wagens. Weitere Voraussetzung: Die rechte Hand muss das Auto berühren.

Ebenfalls sehr ungewöhnlich ist ein Knöllchen-Gesetz. Dieses besagt, dass Ordnungshüter ohne Uniformmütze keine Strafzettel fürs Falschparken ausstellen dürfen.

USA: Bikini-Fahrt mit Schlagstock oder Begleitschutz

Ähnlich bizarr sind manche Verkehrsregeln in den USA - fast jeder Bundesstaat hat dort seine Eigenarten. Besonders befremdlich ist eine Verkehrsregel in Tennessee: Hier ist es nicht erlaubt, aus dem fahrenden Auto auf Wild zu schießen. Wale hingegen dürfen im Vorbeifahren erlegt werden. Nur ärgerlich, dass der Bundesstaat nicht an der Küste liegt.

In Kentucky wiederum ist es Frauen in Badekleidung nur dann erlaubt, Auto zu fahren, wenn sie in Begleitung eines Polizisten sind oder aber einen Schlagstock griffbereit haben, um sich gegen aufdringliche Passanten zur Wehr setzen zu können.

Australien: Heutransport nur mit dem Taxi

Auch in Australien gibt es recht eigenartige Verkehrsregeln. So ist es in Down Under verboten, Heu mit dem eigenen Wagen im Kofferraum zu transportieren. Macht aber nichts, denn mit einem Taxi ist das erlaubt.

Gleichermaßen sonderbar: Wer ein Pferd anstelle eines Autos bevorzugt, hat ein Recht auf freie Verpflegung an der Bar - nicht für sich selbst, sondern für das Reittier. Ein Gesetz in Australien besagt, dass die Barbetreiber sich um die Pferde ihrer Kunden kümmern müssen, während der Halter am Tresen sitzt und sich betrinkt.

Dänemark: Es könnte jemand unter dem Wagen liegen

In Dänemark sind die Verkehrsregeln nicht ganz so absurd, aber teilweise immer noch merkwürdig. Hier vergehen unter Umständen Stunden, bis man überhaupt mit dem Auto losfahren kann. Denn im Nachbarland ist es Pflicht, vor dem Losfahren den kompletten Wagen auf die Fahrtüchtigkeit hin zu überprüfen. In diesem Zusammenhang reicht es nicht, nur das Licht, die Lenkung und die Bremsen zu testen. Der Fahrer muss auch unter dem Auto nachsehen, ob dort nicht gerade jemand ein Schläfchen einlegt.

Frankreich: Strenge Regeln für Fahranfänger

Skurril, aber eigentlich nachvollziehbar sind auch einige Verkehrsregeln für Fahranfänger in Frankreich und Bosnien-Herzegowina. In Frankreich gelten für Führerscheinneulinge zwei Jahre lang gesonderte Geschwindigkeitsbeschränkungen: Autobahn 110 km/h, Schnellstraße 100 km/h, außerorts 80 km/h.

In Bosnien-Herzegowina hingegen dürfen Fahranfänger unter 23 Jahren, die ihre Fahrerlaubnis weniger als ein Jahr haben, zwischen 23 Uhr und 5 Uhr gar nicht mit dem Auto unterwegs sein. Einer kurzer Abstecher mit dem Auto zur nächsten Disco können sich die Neulinge daher abschminken.

Österreich: Polizisten mit Adleraugen

In Österreich scheinen die Ordnungshüter schließlich über besondere Fähigkeiten zu verfügen. Laut Gesetz sind die Polizisten dort in der Lage, Tempoverstöße bis zu 30 km/h mit dem bloßen Auge zu erkennen. Eine maschinelle Messung ist also nicht nötig, um für Geschwindigkeitsübertretungen zur Kasse gegeben zu werden.

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