Im Frühling und Sommer gibt es kein schöneres Fahrgefühl als in einem offenen Cabrio. Die Sonne auf den Kopf scheinen und den Wind um die Nase wehen lassen - für viele ist das auch ein Stück Freiheit. Doch wer sich ein Cabriolet anschaffen will, sollte sich vorher intensiv mit dem Thema beschäftigen.

Was mache ich mit dem Cabrio im Winter? Ist das Dach wirklich dicht? Solche und andere Fragen sollten Sie vor dem Kauf eines Cabrios klären - egal, ob ein Neuwagen oder ein Gebrauchtfahrzeug. Nicht nur das Fahrgefühl, auch das Fahrverhalten ist ein anderes als bei einem geschlossenen Auto. Wir sagen Ihnen, was sie als künftiger Cabriofahrer beim Kauf beachten müssen.

Ist das Dach dicht?

Bei Neufahrzeugen sollte es eigentlich keine undichten Cabrios geben. Doch bei gebrauchten Autos ist es wichtig, den Deckel zu kontrollieren. Zunächst sollten Sie testen, ob das Ein- oder Ausfahren des Daches überhaupt richtig funktioniert. Hackt es oder schließt es gar nicht richtig? Ob das Dach dicht ist, können Sie daran erkennen, ob es im Innen- oder Kofferraum des Cabrios Feuchtigkeitsspuren gibt. Und selbst wenn nicht: Auch ein muffiger Geruch kann ein Indiz dafür sein, dass Wasser ins Auto eingedrungen ist.

Im Zweifel einmal durch die Waschanlage

Wenn Sie sich unsicher sind, ob es nicht doch undichte Stellen im Dach des Cabrios gibt, fahren Sie nach Absprache mit dem Verkäufer einfach mal mit geschlossenem Deckel durch eine Waschanlage. Das kann sie vor hohen Kosten bewahren. Ein Cabriostoffdach neu beziehen zu lassen, kostet je nach Anbieter rund 1.500 Euro.

Probefahrt offen und geschlossen

Sind Sie bisher noch nie Cabrio gefahren, testen Sie das Auto unbedingt im offenen und geschlossenen Zustand. So können Sie feststellen, ob Sie überhaupt der Typ fürs Fahren mit einem Cabriolet sind. Der Windzug ist nämlich nicht zu unterschätzen und auch die Lautstärke ist nicht jedermanns Sache. Außerdem ist die Rundum-Sicht in einem geschlossenen Cabrio oft nicht ganz so gut wie in Limousinen. Gerade bei Fahrzeugen mit Stoffdach fehlen meist die hinteren Seitenscheiben.

Wohin im Winter?

Auch wenn die neuen Cabrio-Modelle geschlossenen Fahrzeugen in puncto Komfort kaum noch nachstehen: Für den Winter sind gerade Cabrios mit Stoffverdeck nicht optimal geeignet. Und das liegt gar nicht mal daran, dass es zieht. Vielmehr nagen Schnee, Regen und Eis an der Konstitution des Daches. Deshalb sollten Sie ein passendes Winterquartier parat haben. Wollen Sie das Cabrio im Winter gar nicht nutzen, sollten Sie über ein Saisonkennzeichen nachdenken. So müssen Sie das Auto auch nicht An- und Abmelden. Aber Vorsicht: Außerhalb des auf dem Kennzeichen angegebenen Zeitraums dürfen Sie ihr Cabrio nicht einmal auf öffentlichen Straßen parken.

Weitere Themen
Tipps für den Cabriokauf: Worauf Sie beim Erwerb eines Sommerautos achten müssen