Am Sonntag (30. März) ist es mal wieder so weit: Die Uhr wird in der Nacht um eine Stunde von zwei auf drei Uhr vorgestellt. Die Umstellung auf die Sommerzeit bringt die Menschen aus dem Takt - und infolge steigt das Risiko eines Autounfalls in den ersten Tagen danach stark an. Hier erfahren Sie, warum die Zeitumstellung so gefährlich ist.

Seit 34 Jahren gibt es die Umstellung auf die Sommerzeit nun schon. Unumstritten ist die Anpassung der Uhr nicht - aus verschiedenen Gründen. Einer davon ist die erhöhte Unfallgefahr für Autofahrer. Wie der Auto Club Europa (ACE) berichtet, steigt das Risiko eines Crashs im Vergleich zu den sieben Tagen vor der Zeitumstellung um bis zu 30 Prozent an. Die Zahl lasse sich aus Daten des Statistischen Bundesamts ermitteln. Doch warum ist das Vorstellen der Uhr so gefährlich?

Biorhythmus kommt durcheinander

Dem ACE zufolge stört die Umstellung den Biorhythmus eines Menschen erheblich. Fast jeder zweite Deutsche leide in den darauf folgenden Tagen unter Schlafproblemen - das würden Untersuchungen von Krankenkassen belegen. Im Schnitt benötige der Mensch vier bis vierzehn Tage, um seinen Schlafrhythmus an die Sommerzeit anzupassen.

Erhöhtes Unfallrisiko durch Müdigkeit

„Mag die um eine Stunde vorgestellte Uhr auch mehr Licht am Abend bringen - die Umstellung im Frühjahr fällt in jene Zeit, in der sich der menschliche Organismus nach der dunklen Jahreszeit wieder auf Sommerbetrieb umstellt“, erläutert der Automobilclub. Frühaufsteher hätten weniger mit der Umstellung zu kämpfen als Menschen, die erst im Laufe des Vormittags in die Gänge kommen. Die eigentliche Gefahr für die Autofahrer ist also die Müdigkeit. Abgesehen vom drohenden Sekundenschlaf sind müde Menschen generell unkonzentrierter.

Gegenmaßnahmen: Frischte Luft, gesunde Ernährung

Autofahrer sollten ab Sonntag für eine oder zwei Wochen besonders vorsichtig sein und bei längeren Touren die eine oder andere Pause einlegen. Außerdem sei es ratsam, sich abseits des Autofahrens den gesamten Tag über viel an der frischen Luft aufzuhalten, um die Produktion des Aktivitätshormons Serotonin zu fördern, rät der ACE. Auch vitaminhaltiges Obst und Gemüse können helfen, den Biorhythmus wieder in Schwung zu bringen.

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