Wer sich auf eine längere Autofahrt begibt, sollte auch für einen medizinischen Notfall gerüstet sein. Eine gut ausgestattete Reiseapotheke ist dafür unerlässlich. Doch was gehört dort eigentlich alles hinein?

Es gibt einige Medikamente, die dürfen im Urlaub einfach nicht fehlen. Schon gar nicht bei Autofahrten in Regionen mit spärlicher Infrastruktur. Wenn die nächste Apotheke oder der nächste Arzt Hunderte Kilometer entfernt sind, kann eine Reiseapotheke im Auto Gold wert sein. Womit diese ausgestattet sein sollte, damit man für jeden medizinischen Notfall gerüstet ist, hat der ADAC einmal zusammengetragen.

Ausreichend Medikamente an Bord

Wer wegen einer chronischen Krankheit regelmäßig Medikamente einnehmen muss, muss diese natürlich auch bei längeren Autofahrten dabei haben. Nehmen Sie am besten mehr als die einfache Dosis mit, damit Sie auch versorgt sind, falls Sie möglicherweise an einem Ort länger als geplant Station machen. Legen Sie die Medikamente nicht ins Handschuhfach, aufs Armaturenbrett oder die Hutablage, weil es dort sehr warm werden kann.

Das müssen Diabetiker beachten

Informieren Sie sich vor Antritt der Autofahrt über die Qualität der medizinischen Versorgung am Zielort. Das gilt laut ADAC vor allem für Diabetiker. Außerdem sollten diese einen internationalen Diabetikerausweis mit sich führen. Darin steht in verschiedenen Sprachen, mit welchen Medikamenten man überhaupt behandelt werden darf.

Welches Krankheitsrisiko besteht am Zielort?

Bevor Sie zu einer langen Autofahrt antreten, sollten Sie einen Arzt befragen, ob in dem Land, in das Sie reisen wollen, das Risiko für bestimmte Krankheiten besonders groß ist. Dementsprechend können Sie dann die Reiseapotheke aufrüsten. Außerdem weiß der Arzt auch, welche Impfungen vorgeschrieben oder nützlich sind. Auch auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes finden Sie aktuelle Informationen über Ihr Reiseziel.

Vorschriften für die Einführung von Medikamenten

Bestimmte Medikamente dürfen in einige Länder gar nicht eingeführt werden. Das gilt laut ADAC für besonders starke Schmerz- oder Beruhigungsmittel sowie für Spritzen. Sind Sie dennoch darauf angewiesen, sollten Sie sich vor Antritt der Autofahrt ein Attest in englischer Sprache bei Ihrem Arzt ausstellen lassen. In den Botschaften der Länder können Sie sich informieren, welche Bestimmungen für die Einfuhr von Medikamenten gelten.

Das gehört in jede Reiseapotheke

Einige Dinge gehören unabhängig von der jeweiligen individuellen gesundheitlichen Konstitution in jede Reiseapotheke für Autofahrten. Das sind Schmerzmittel, Insektenschutzmittel, ein Fieberthermometer, Durchfall- und Verstopfungsmittel, Nasenspray, Hustenmittel, Pflaster, Mullbinden, Wunddesinfektionsspray, Schmerzsalbe sowie Sonnenschutz und Kühlmittel gegen Sonnenbrand. Eltern, die mit Kindern in den Urlaub fahren, müssen die Reiseapotheke mit entsprechenden medizinischen Mitteln für Heranwachsende aufstocken.

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