Das Einparken kann schnell in Stress ausarten. Enge Parklücken, ungeduldige Autofahrer und Schaulustige machen etwaige Parkmanöver besonders in Städten zum Spießrutenlauf. Ein paar Tipps können helfen, das Stresslevel deutlich runterzuschrauben.

Viele Autofahrer wollen und können gar nicht auf ihren Wagen verzichten. Ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder ins Fitnessstudio - mit dem eigenen Auto sind Sie bequem und meistens schnell am Ziel. Wenn da nicht das Einparken wäre. Parklücken sorgen bei einigen Autofahrern immer wieder für Schweißperlen auf der Stirn. Bis überhaupt ein Parkplatz gefunden ist, kann das Nervenkostüm schon ordentlich gelitten haben. Das Einparken selbst ist dann die Königsdisziplin. Dabei können gewisse Stressfaktoren schon im Vorfeld mit etwas Übung minimiert werden.

Tipps zur Parkplatzsuche

Bevor Sie losfahren, sollten Sie sich am besten schon einmal mit der Parkplatzsituation am Zielort vertraut machen. Fragen Sie ruhig Freunde oder Bekannte, wo man am besten parken kann und wo Sie eventuell kostenfreie Parkbuchten finden. Gleichzeitig sollten Sie sich einen Überblick über die umliegenden Parkhäuser am Zielort verschaffen.

Achten Sie auf kostenpflichtige Parkplätze. Ist die Parklücke erst einmal gefunden, Ihnen fehlt aber das nötige Kleingeld, riskieren Sie einen Strafzettel. Also besser immer etwas Geld vor der Fahrt einstecken. Und: Die Parkscheibe sollte nicht vergessen werden, falls Sie auf einer entsprechend gekennzeichneten Parkfläche stehen bleiben.

Ist partout kein Parkplatz in Sicht, fahren Sie nicht stundenlang im Kreis. Besonders in Innenstädten können Sie viel Zeit und Nerven sparen, wenn Sie ein Stück weiter weg parken und die restlichen Meter zu Fuß oder mit der Bahn zurücklegen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Ganz wichtig ist es auch, dass Sie sich bei der Parkplatzsuche nicht von anderen Verkehrsteilnehmern stressen lassen. Wenn Sie in eine Straße einfahren, in der Sie sich eine Parklücke erhoffen, sollten Sie den Vorgang anderen Autofahrern deutlich signalisieren. Setzen Sie den Blinker und verringern Sie Ihr Tempo. Andere Verkehrsteilnehmer können dann einfach überholen, ohne sofort ungeduldig zu werden.

Kommt es dann zum Einparkmanöver, gilt genau das Gleiche: Behalten Sie die Ruhe. Viele Autofahrer werden schnell ungeduldig und hupen den Einparker an - dann heißt es: einfach ignorieren! Hektisches Einparken führt nur dazu, dass Sie im schlechtesten Fall die Parklücke nicht richtig treffen und sogar ein anderes Auto touchieren.

Die richtige Einparktechnik

Ist die Parklücke groß genug oder doch zu klein? Diese Frage führt immer wieder zu Schulterzucken. Bleiben Sie zunächst neben der Parklücke stehen und gucken Sie nach vorne und nach hinten. Könnte es passen, starten Sie einen Einparkversuch. Wollen Sie ganz sicher gehen, können Sie auch schnell aussteigen und einmal ums Auto herumgehen.

Dann ist die gute alte Fahrschultechnik gefragt. Fahren Sie möglichst nah an den parkenden Nebenmann heran und fahren Sie rückwärts, bis das Ende des anderen Autos auf Höhe Ihrer B-Säule (zwischen Beifahrer und Rückbank) ist. Dann schlagen Sie das Lenkrad so weit ein, bis Sie im 45-Grad-Winkel in die Parklücke einfahren können. Vertrauen Sie dem eigenen Augenmaß dabei nicht, haben Sie keine Skrupel, den Beifahrer oder Passanten zu bitten, Sie in die Parklücke zu winken. Aber Vorsicht: Kommt es dabei zu einem Unfall, tragen Sie natürlich die volle Schuld.

Generell gilt: Wer rückwärts einparkt, benötigt deutlich weniger Platz. Das ist besonders bei kleinen Parklücken von Vorteil. Wer vorwärts einparkt, benötigt laut Faustformel fast die doppelte Fahrzeuglänge.

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