Sie sollen bei einem Unfall Leben retten, doch verlässlichen Schutz bieten nur wenige Fahrradhelme. Die Stiftung Warentest hat 18 Modelle untersucht. Nur 3 davon bekamen die Bewertung "gut".

Viele Fahrradhelme schützen den Kopf bei einem Aufprall zu wenig. Das ist das Ergebnis eines Tests der Stiftung Warentest. Überprüft wurden 18 Fahrradhelme zum Preis von 16 bis 120 Euro ("test"-Ausgabe 8/2015). Alle Modelle haben nach Einschätzung der Prüfer Schwächen beim Schutz der Schläfenpartie. Lediglich 3 Helme bewerteten die Prüfer als "gut", 13 Modelle sind "befriedigend", 2 weitere nur "ausreichend". Die Note "sehr gut" gab es gar nicht.

Testsieger ist der Melon Urban Active zum Preis von 70 Euro, der über eine gute Stoßdämpfung und eine akzeptable Lüftung verfügt. Danach folgt der 80 Euro teure Ked Crom, der leicht zu handhaben ist und Stöße gut dämpft. Das Modell Nutcase Street Gen3 für 80 Euro ist vergleichsweise schwer, landet wegen seiner guten Dämpfeigenschaften und einem guten Magnetverschluss aber auf dem dritten Platz.

Fahrradhelme: Testergebnisse fallen dürftig aus

Mit lediglich 3 von 18 gut bewerteten Helmen fällt die Bilanz der Tester beim aktuellen Test dürftig aus. Im Jahr 2012 erhielten noch 9 von 16 Modellen dieses Urteil, was jedoch nicht bedeutet, dass die Sicherheit der Helme nachgelassen hat. Die Prüfer haben den Aufpralltest eigenen Angaben zufolge verschärft. So wurden die Modelle auf einen Norm-Prüfkopf gesetzt, der mit Geschwindigkeiten von 21,6, 19,5 und 16,5 Kilometern pro Stunde auf einen flachen und kantigen Stahlsockel aufschlägt.

Neben der Widerstandsfähigkeit überprüften die Experte die Helme auch auf Hitzebeständigkeit, Handhabung und Komfort sowie Schadstoffe. Grundsätzlich sollten Radfahrer beim Helmkauf prüfen, ob das Modell richtig sitzt. Er passt genau, wenn der Kopf nach dem Aufsetzen nur an den gepolsterten Stellen die Helmschale berührt. Der Riemen darf außerdem nicht gegen den Hals drücken, die Gurtbänder laufen am besten mit einer Fingerbreite unter dem Ohr zusammen.

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