Die japanischen Autohersteller haben beim Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenantrieb eine Vorreiterrolle übernommen. Besonders Toyota treibt den Wettstreit um neue Antriebstechniken immer wieder von Neuem an.

1997 war der Toyota Prius das erste in Großserie produzierte Hybridauto der Welt. Schon damals ist der japanische Autokönig als Pionier unterwegs – zumindest in Bezug auf umweltbewusste, intelligente Antriebskonzepte. Inzwischen hat sich der Prius zu einem Plug-in-Hybrid gemausert und ist unter den Hybridautos eine feste Größe mit guten Absatzzahlen. Gleichzeitig war die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor der Anstoß für viele andere Autohersteller, bei der zukunftsweisenden und Sprit sparenden Technologie nachzuziehen.

Elektroautos in Serie

Während Toyota sich schon frühzeitig auf die Hybridtechnik konzentrierte, legte Nissan bereits 2010 mit dem Nissan Leaf das erste Elektroauto in Großserie auf – lange vor BMW i3 und Co. Auch hier brachte also ein japanischer Hersteller den Stein ins Rollen, während die Autobauer in Europa und den USA noch weiter forschten. Zum Vergleich: Der BMW i3 kam erst 2013, also drei Jahre später, zu seiner Markteinführung.

Neuzeit mit Brennstoffzellenantrieb

Nach Hybrid- und Elektroantrieben haben sich Toyota und Honda in jüngster Vergangenheit auf die Entwicklung von Wasserstoffautos konzentriert. Der Toyota Mirai ist gerade erst auf den Markt gekommen und ist das erste in Großserie hergestellte Auto mit Brennstoffzellenantrieb. Während der Wagen zunächst in Asien auf den Markt gekommen ist, folgten 2015 auch die USA und Europa. Honda hat mit der Limousine FCV ebenfalls ein Wasserstoffauto in der Pipeline, das 2016 vom Band rollen soll.

Zwischen Zukunft und Realität

Zum jeweiligen Markteintritt schienen Toyota Prius und Mirai sowie der Nissan Leaf ihrer Zeit noch voraus. Abgesehen von der Akzeptanz der Kunden, fehlte es aber an der nötigen Infrastruktur wie Elektrotankstellen. Gleiches spielt sich nun auch wieder beim Wasserstoffauto Mirai ab. Obwohl die Limousine durchaus alltagstauglich ist und auch in Sachen Reichweite mit herkömmlichen Antrieben mithalten kann, ist das Netz an Wasserstofftankstellen noch äußerst dünn.

Wie in der Vergangenheit ist die Wahrscheinlichkeit aber groß, dass die folgenden Jahre zeigen werden, dass die japanischen Autohersteller mit ihrem Erfindergeist genau richtig lagen. Alle großen Hersteller aus Europa und den USA folgten bei Hybrid- und Elektroantrieb mit ähnlichen Antriebskonzepten und werden sicherlich auch in Sachen Brennstoffzellenantrieb nach Japan schielen.

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