Wer nicht viel Geld auf der hohen Kante hat, aber ein gut ausgestattetes Auto kaufen möchte, könnte über gebrauchte Jahreswagen nachdenken. Was es vor dem Kauf des Traumautos zu beachten gilt, lesen Sie hier.

Zunächst sollten Sie die allgemeinen finanziellen Rahmenbedingungen abklären: Kann ich den Wagen langfristig überhaupt finanzieren? Ein Jahreswagen, der nach Ablauf des Leasingvertrages zum Verkauf steht, ist zwar in der Regel – abgesehen von einigen Gebrauchtspuren und meist vielen Kilometern auf dem Tacho – gut gepflegt und günstig, verfügt oft aber auch über einen großen Motor. Stellen Sie sich daher die Frage, ob Sie Ihren Traumwagen auch unterhalten können. In Ihre Kalkulation sollten zudem mögliche Folgekosten einfließen, die bei einem Gebrauchten nun einmal anfallen.

Das richtige Modell finden

Wenn Sie wissen, wie viel Geld Sie investieren können, beginnt die Suche nach dem richtigen Modell. Welche Marke soll es sein und für welche Zwecke soll der Wagen verwendet werden? Ein großer Geländewagen macht sicherlich nicht viel Sinn, wenn Sie mit dem Auto fast ausschließlich zum Bäcker und zurück düsen. Auf der anderen Seite ist kein Sportwagen zu empfehlen, wenn Sie auch mal abseits der Straße unterwegs sein wollen.

Wenn Sie das richtige Modell gefunden oder zumindest mehrere in die engere Auswahl genommen haben, bietet es sich an, im Internet nach Angeboten zu suchen. Ob Händler oder private Verkäufer: In den bekannten Portalen finden sich viele der Jahreswagen, die Sie auch im Autohaus finden. So müssen Sie nicht Autohändler für Autohändler abklappern, sondern können sich am heimischen PC in Ruhe umsehen und dann gezielt auf den Weg zum Verkäufer machen.

Herkunft ermitteln

Bei einer Besichtigung ist es wichtig, sich über die Herkunft des Wagens zu informieren. Nach Leasing-Ende wird zwar jeder Wagen inspiziert und gewartet, aber die Infos über den Vorbesitzer können durchaus bei der späteren Entscheidung helfen. Wurde der Jahreswagen beispielsweise von einem Pharmahändler gefahren, haben Sie eine Erklärung für die vielen Kilometer und können erahnen, dass der Wagen nicht für die Kurzstrecke genutzt wurde. Allerdings wird das Auto womöglich auch nicht so gut wie der eigene Neuwagen behandelt worden, sondern über die Autobahn gejagt worden sein. Vielleicht möchten Sie den Aufwand wagen und setzen auf einen Reimport?

Unternehmen Sie zudem eine ausführliche Probefahrt. Wer – so gut es geht – auf Nummer sicher gehen möchte, lässt den Wagen von einer Fachwerkstatt untersuchen. Bevor es dann heißt: Hallo Traumwagen!

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