Wenn es zu einem Autounfall kommt und die Ursachen in Alkohol, Leichtsinn oder mangelnder Konzentration zu finden sind, können Versicherte in einigen Fällen auf dem Unfallkosten sitzen bleiben.

Noch schnell auf dem Weg zur Arbeit im Auto schminken, ein unverfänglicher Flirt im Stau oder das Feierabendbier - wer im Auto abgelenkt ist oder sogar unter Alkoholeinfluss steht, muss bei Unfällen mit Regressansprüchen der Kfz-Versicherung rechnen und bleibt im schlimmsten Fall komplett auf den Folgekosten sitzen. Die folgenden Dinge sollten Autofahrer daher unbedingt während der Fahrt vermeiden.

Alkohol am Steuer

Bereits ab 0,3 Promille droht Autofahrern der Führerscheinverlust bei Ausfallerscheinungen. Zwar liegt erst ab einer Promillegrenze von 0,5 Promille eine Ordnungswidrigkeit vor, aber auch wer sich darunter im Straßenverkehr mit dem Auto bewegt, kann bei einem Unfall zur Verantwortung gezogen werden. Ab einem Alkoholwert von 1,1 Promille gelten Autofahrer als absolut fahruntüchtig. In diesem Fall liegt sogar eine Straftat vor, die neben einer Geld- auch eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen kann. Ein Fahrverbot sowie die Entziehung der Fahrerlaubnis können ebenfalls drohen.

Restalkohol oder ein Gläschen Wein vor der Heimfahrt sind dabei nicht zu unterschätzen und können schwerwiegende Folgen haben. Übrigens sollte auch niemals unmittelbar nach einem Unfall Alkohol getrunken werden, da so der Eindruck entstehen könnte, dass man bereits zum Unfallzeitpunkt unter Alkoholeinfluss stand.

Vorsicht beim Ausleihen

Viele Autobesitzer sehen kein Problem darin, ihr Auto einem Freund oder Bekannten auszuleihen. Aber auch das kann teuer werden. Fallen nach einem Verkehrsverstoß Bußgelder an und kann der Halter keinen anderen Fahrer nachweisen, bleibt er möglicherweise auf den Kosten sitzen. Kommt es zu einem Unfall, springt in der Regel die Haftpflichtversicherung des Verursachers ein. Der Fahrzeughalter kann unter Umständen aber trotzdem in der Schadensfreiheitsklasse zurückgestuft werden, was höhere Beiträge zur Folge hat.

Überlässt ein Halter wissentlich einem angetrunkenen Freund sein Fahrzeug, kann die Versicherung Regressansprüche geltend machen - von beiden. Gleiches gilt auch dann, wenn der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Der Halter muss sich vor dem Ausleihen darüber vergewissern.

Flirten, schminken, rasieren

Leichtsinn oder mangelnde Konzentration können ebenfalls dazu führen, dass Autofahrer bei einem Unfall auf den Kosten sitzen bleiben. Wer sich während der Fahrt beispielsweise rasiert oder schminkt und dies als Unfallursache nachgewiesen werden kann, der handelt fahrlässig. Das wiederum kann zur Folge haben, dass Autofahrer nicht den vollen Versicherungsschutz genießen. Gleiches gilt übrigens auch für Ablenkungen anderer Art - beispielsweise flirten oder mit dem Handy am Steuer telefonieren.

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