Die kalte Jahreszeit verlief bisher relativ mild und autofreundlich. Der plötzliche Schneefall und Temperatursturz am Wochenende haben jedoch gezeigt: Es ist von Vorteil, sein Fahrzeug frühzeitig winterfest zu machen. Spätestens jetzt sollte die Winterausrüstung stimmen. Mit diesen Tipps kommen Sie sicher durch Schnee und Frost.

Frostschutz nachfüllen, Reifentausch, Beleuchtungs-Check und Batterie prüfen – der Wechsel vom Spätsommer in den Winter ist für Autofahrer mit einigen Aufgaben verbunden. Wer seine Hausaufgaben macht, ist auf Glatteis, Schnee und Matsch sowie frostige Temperaturen vorbereitet.

Die richtige Bereifung macht's

In Deutschland gibt es zwar keine Winterreifenpflicht, es wird aber empfohlen, seine Pneus rechtzeitig der veränderten Umgebung anzupassen. Als grobe Faustregel wird häufig die O-O-Regel genannt, nach der die Winterreifen ungefähr von Oktober bis Ostern aufgezogen sein sollten. Diese speziellen Gummis haben nicht nur bei Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ihre Vorteile, sondern auch bei herbstlichen Bedingungen, wie etwa einer – aufgrund von Laubfall und Nässe – rutschigen Fahrbahn.

Wer rechtzeitig seine Gummis wechselt, umgeht zudem nervige Wartezeiten beim Reifenhändler. Bei der Wahl der Pneus empfiehlt der ADAC eine Mindestprofiltiefe von mindestens vier Millimetern. Winterreifen, die über weniger Profil verfügen oder bereits älter als zehn Jahre sind, sollten ausgetauscht werden.

Ein weiterer sicherheitsrelevanter Faktor ist die Beleuchtung: Überprüfen Sie bei einem Rundgang ums Auto, ob Ihre Leuchtmittel funktionstüchtig sind. Im Notfall sollten Mängel in einer Werkstatt behoben werden.

Hat die Batterie genügend Saft?

Andere Punkte auf dem Weg zum winterfesten Auto zielen darauf ab, möglichst pannenfrei durch den Winter zu kommen. Überprüfen Sie, ob Ihre Kühleranlage ausreichend Frostschutz hat. Ist dies nicht der Fall und wird der Fehler nicht korrigiert, droht im schlimmsten Fall ein Motorschaden. Über Frostschutzmittel freut sich auch die Scheibenwaschanlage.

„Die häufigste Pannenursache sind alte Batterien“, weiß der ADAC. Prüfen Sie den Akku, der bei Kälte Schwerstarbeit verrichten muss, sicherheitshalber vor dem Wintereinbruch und tauschen Sie ihn gegebenenfalls aus.

Scheiben- und Gummipflege vor dem Winter

Damit Tür- und Heckklappengummis nicht zufrieren, werden sie mit einem Fettstift eingerieben. Talkum erfüllt ebenfalls seinen Zweck. Reinigen Sie ihre Scheiben von innen und außen. Bilden alte Wischerblätter bereits Schlieren, werden sie ausgetauscht. Um die Scheibenwischergummis zu schonen, hilft Isolationsfolie. Alternativ können die Wischerblätter beim Parken von der Scheibe hochgeklappt werden.

Was ins Auto gehört und was nicht

Im Auto selbst sollten Sie eine Reihe von Equipment aufbewahren, um für den eisigen Ernstfall gewappnet zu sein. Zur Ausstattung sollten Handschuhe, Eiskratzer, Abdeckfolie für die Windschutzscheibe, eine wärmende Decke und ein Starthilfekabel gehören. Nichts im Fahrzeug hat dagegen ein Türschlossenteiser verloren, der sollte besser außerhalb des Autos aufbewahrt werden.

Winter: Richtiger Start, sichere Fahrt

Als Fahrer sollten Sie die Fenster des Autos vor Fahrtantritt von Eis und Schnee befreien. Lassen Sie den Motor nicht im Stand warmlaufen und schalten Sie Heizung sowie gegebenenfalls die Klimaanlage vor der Fahrt ein. Der ADAC empfiehlt zudem auf glatter Fahrbahn einen vorsichtigen Umgang mit dem Gaspedal. Auf ruckartige Lenkbewegungen sollte verzichtet werden. Sollte das Auto dennoch ins Schleudern geraten, versuchen Sie zunächst auszukuppeln und dann behutsam gegenzulenken.

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