Auf der Straße, beim Einkaufen, zu Hause oder mit dem Handy am Steuer via Fernsprecheinrichtung: Smartphones werden in jeder Lebenslage genutzt. Die Tankstelle ist dagegen bis heute weitestgehend eine handyfreie Zone. Warum ist das so?

Bei dem Verbot handelt es sich um ein Relikt vergangener Tage. Die Menschen hatten Angst, dass die mobilen Geräte Funken bilden könnten, die mit den an Tankstellen üblichen Benzindämpfen ein Feuerdrama auslösen.

Handy an Tankstellen verboten: Überholte Angst

In den Anfangsjahren der Mobiltelefone war die Sorge durchaus begründet: Theoretisch ist es möglich, dass zum Beispiel über eine metallische Antenne eine entsprechende Leistung abgegeben wird, die zu einer Entzündung führt.

Damit dies passieren kann, ist aber eine Leistung von mindestens sechs Watt erforderlich, die von der Sendeleistung der rund 20 Watt alten Knochen auch überschritten wurde. Heutige Mobiltelefone laufen dagegen mit weniger als einem Watt, sodass eine Funkenbildung ausgeschlossen werden kann.

Handy am Steuer: Immer weniger Warnschilder an Tanken

In der Theorie gibt es eine weitere Gefahr, wegen der Handys an einer Tankstelle nicht gerne gesehen werden. Der Akku von einem herunterfallenden Mobilgerät könnte durch einen Kurzschluss Funken bilden. Experten schließen dies in der Praxis jedoch nahezu aus. Die Akkus seien für solch zufällige Kettenreaktionen längst viel zu robust oder ohnehin fest mit dem Gerät verbaut. Und tatsächlich gibt es bis heute keinerlei dokumentierte Fälle.

Da die Gefahr gen null geht, nehmen immer mehr Tankstellenbetreiber ihre Verbotsschilder ab. Die untersagte Nutzung der Mobiltelefone geht nicht auf ein Gesetz zurück, sondern liegt im Entscheidungsbereich der jeweiligen Pächter.

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