Viele Autofahrer vernachlässigen die regelmäßige Kontrolle ihrer Scheinwerfer. Dabei besteht gerade im Winter genau darin ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Umso wichtiger ist eine korrekte Einstellung und Pflege der Fahrzeugleuchten.

Die düsteren Lichtverhältnisse im Winter machen besonders Autofahrern immer wieder zu schaffen. Umso wichtiger ist es, dass Scheinwerfer und Rückleuchten korrekt funktionieren und regelmäßig kontrolliert werden. Leider liegt aber genau hier eine wesentliche Schwachstelle bei vielen Fahrzeugen. Damit sich daraus kein Sicherheitsrisiko ergibt, ist es wichtig, auf die einwandfreie Funktion der Leuchten zu achten.

Scheinwerfer oftmals falsch eingestellt

Die von der Deutschen Verkehrswacht (DVW) regelmäßig durchgeführten Licht-Tests zeigen leider immer wieder, dass bis zu gut ein Drittel aller Scheinwerfer entweder nicht richtig funktionierte oder falsch eingestellt sind. Das kann gefährlich werden: Bei einer zu hohen Einstellung werden entgegenkommende Autofahrer geblendet, zeigen die Lichtkegel hingegen zu weit nach unten, werden Hindernisse oder andere Verkehrsteilnehmer teils nicht mehr früh genug erkannt. Prinzipiell sollten die Scheinwerfer gerade nach vorne zeigen. Die Überprüfung stellt dabei keine Schwierigkeit dar.

Stellen Sie Ihr Auto frontal etwa zwei bis drei Meter vor einer glatten Wand ab. Schalten Sie die Scheinwerfer ein: Sind die Lichtkegel beide gleich stark und auf derselben Höhe wie die Scheinwerfer selbst zu sehen, ist mit Ihrem Licht alles in Ordnung.

Prüfung durch Experten

Dieser Selbsttest sollte Sie aber nicht davon abhalten, Ihre Lichtanlage auch von Fachleuten überprüfen zu lassen. Sie besteht schließlich nicht nur aus den Scheinwerfern, sondern auch aus dem Standlicht, der Nebelschlussleuchte, dem Rückscheinwerfer, den Bremsleuchten, den Seitenmarkierungsleuchten und dem Blinker. Und gerade im Winter sollten wirklich alle Leuchten funktionieren, damit andere Autofahrer Sie frühzeitig wahrnehmen. Den Lichttest können Sie problemlos im Automobilclub oder der Werkstatt durchführen lassen – ohne, dass größere Kosten entstehen. Eventuelle Neueinstellungen oder Ersatzteile sind immer noch günstiger als der Preis, den Sie für einen Unfall, zahlen der durch unzulängliche Beleuchtung zustande gekommen ist.

Lichtquellen sorgfältig sauber halten

Da im Winter viel Schmutz auf den Straßen liegt, ist auch die regelmäßige Reinigung von Bedeutung. Streugranulat und Schneematsch spritzen beim Fahren hoch und legen sich auf Scheinwerfer und andere Leuchten am Fahrzeug. Das wiederum führt zu einer Beeinträchtigung der Lichtfunktion und kann dazu führen, dass andere Autofahrer Sie trotz eingeschalteten Lichts erst spät sehen. Daher sollten Sie die winterlichen Spuren regelmäßig beseitigen. Waschen Sie den gröbsten Dreck mit einem nassen Lappen ab und schützen Sie die Kunststoffbedeckungen der Leuchten mit einer Politurpaste aus dem Fachhandel, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann.

Nebelschlussleuchte nur sparsam einsetzen

Es ist dunkel und diesig, und Sie überlegen, ob es sich lohnt, die Nebelschlussleuchte einzuschalten? In den meisten Fällen ist das überflüssig und sogar gefährlich, da diese besonderen Leuchten für andere Autofahrer oft störend grell sind. Generell ist das helle Rücklicht dafür gedacht, bei Sichtweiten unter 50 Meter für mehr Sicherheit beim nachfolgenden Verkehr zu sorgen. Orientieren Sie sich einfach an den Begrenzungspfeilern am Straßenrand: Ist einer genau neben Ihrem Auto und sehen Sie den nächsten wegen des dichten Nebels nicht, können Sie zur Sicherheit die Nebelschlussleuchte einschalten. Verlangsamen Sie außerdem Ihr Tempo.

Sobald die Sicht wieder etwas besser ist, sollten Sie die Nebelschlussleuchte wieder ausschalten, da sie nun für andere Autofahrer nicht mehr hilfreich, sondern eine unnötige Ablenkung ist. Wenn ein anderer Fahrer Sie mit der Lichthupe auf etwas aufmerksam zu machen versucht, sollten Sie schauen, ob Ihre Nebelschlussleuchte noch funktioniert oder unnötigerweise eingeschaltet ist.

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